% gb_doc.tex  --  Dokumentation des Gesch"aftsbriefe Stylefiles
%
% Basis des Dokumentes ist die Datei ,,dinbrief_info.tex'' von Rainer
% Sengerling zur Dokumentation des DIN Brief Styles (siehe unten).
%
% Holm Sieber, 1. M"arz 1995
%
%% dinbrief_info.tex    (Kurzname: db_info.tex)
%%
%% Beschreibung des dinbrief.sty (9. Oktober 1992)
%%
\documentstyle[11pt,german]{article}
% Anpassung an A4-Format
% ******* aus gart11.sty *******************************
\oddsidemargin 14pt \evensidemargin 14pt
\marginparwidth 0pt \marginparsep 0pt
\topmargin -28pt \headheight 25pt
\textheight 640pt \textwidth 425pt
\parskip 9pt plus 1pt minus 1pt \parindent 0pt
\topsep 0pt \partopsep 0pt \itemsep 0pt
%***********************************************

\begin{document}
{\huge\bf Briefe mit \LaTeX\ -- der geschbrf.sty}
\section{Kurzinformation}
Der Style \verb/geschbrf.sty/ ist eine direkte Erweiterung des
Styles \verb/dinbrief.sty/ von Rainer Sengerling. Die wesentliche Arbeit ist
bereits im DIN Brief Style geleistet worden. Der Style ist f"ur
die Benutzung mit \LaTeX\ Version 2.09 vorgesehen. Mit ihm k"onnen
Briefe im A4-Format in beliebiger Sprache gesetzt werden. Dabei gelten
die im \LaTeX-Manual von Lamport beschriebenen Regeln und Befehle, sofern
sie durch das Folgende nicht ber"uhrt werden.

Speziell k"onnen mit diesem Style
\begin{itemize}
\item
  Briefe nach der DIN 5008 auf vordruckloses A4 Papier geschrieben
  werden,
\item
  Briefe auf Formbl"atter f"ur Gesch"aftsbriefe nach der DIN 676
  der Form A oder Form B geschrieben werden,
\item
  oder es k"onnen Briefe auf einfaches A4 Papier einschlie"slich
  der Vordruckangaben erzeugt werden.
\end{itemize}
Damit k"onnen also professionelle Briefe nach den DIN auf "`vorgedrucktem 
Briefpapier"' erzeugt werden, ohne da"s entsprechende Vordrucke von einer
Druckerei angefertigt werden m"ussen. Beispiele f"ur alle drei Varianten
finden sich in der Datei {\tt GB\_BSP.DVI}.

\vspace{2\baselineskip}

\begin{tabbing}
AAAAAAAAAAAAAAAAA\=\kill
Aufruf\>\verb/\documentstyle[...]{geschbrf}/\\[2\parskip]
{\bf documentstyle options}\\[1\parskip]
\verb/10pt/, \verb/11pt/, \verb/12pt/, \verb/norm/
\>\verb/norm/ entspricht einer Schreibmaschinenschrift mit Zeilen-\\
\>schaltung 1; voreingestellt\\[1\parskip]
\verb/german/ \>f"ur deutsches Datum (voreingestellt ist engl.\
Datum);\\ \>\verb/german.sty/ wird geladen \\[2\parskip]
{\bf Befehle}\\[1\parskip]
\verb/\makelabels/\>macht Empf"angeradre"s-Etiketten (in Pr"aambel);\\
\>eine \verb/\Retouradresse/ wird "uber die Empf"angeradresse \\
\>gesetzt; Ausgabe von Absenderadre"s-Etiketten bei \\
\>zus"atzlichem Aufruf von \verb/\Retourlabel/\\[1\parskip]
\verb/\pagestyle{ }/ \>\verb/plain/ und \verb/empty/, aber nicht
\verb/headings/ (in Pr"aambel) \\[1\parskip]
\verb/\spare{/$n$\verb/}/ \>f"ur Mehrfachgebrauch eines
Etikettenblattes -- r"uckt um\\\>$n$ Positionen
vorw"arts (in Pr"aambel) \\[1\parskip]
\verb/\begin{letter}{ }/\>enth"alt die Anschrift des
Empf"angers; \\
\>Leerzeilen sind durch \verb/\par/ oder eine Leerzeile in der
\\\>Textdatei zu erzeugen\\[1\parskip]
\verb/\Retouradresse{ }/\>{\em einzeilige} Absenderadresse f"ur
Adre"setikett und Fensterbrief\\[1\parskip]
\verb/\Retourlabel/\>erzeugt Absenderadre"s-Etiketten
(bei vorangehendem\\
\>\verb/\makelabels/-Aufruf)\\[1\parskip]
\verb/\Fenster/\>bei Verwendung von Fensterbriefh"ullen; \\
\>setzt die \verb/\Retouradresse/ "uber die Empf"angeradresse und
\\\>produziert Faltmarken, Briefkopf, Bezugszeile und Brieffu"s; \\
\>auf weisem Papier wird ein Brief mit Vordruckangaben\\\>nach DIN 676
erzeugt\\[1\parskip]
\verb/\Vordruck/\>nur bei vorangehendem \verb/\Fenster/-Aufruf;\\
\>Ausgabe des Briefes auf einen Vordruck nach DIN 676;\\\>wenn nicht
\verb/\FormA/ gesetzt ist, wird ein Vordruck\\\>Form B (45 mm Kopf)
erwartet;\\\>die Ausgabe der Absenderadresse, der Faltmarken,
von\\\>Briefkopf, Brieffu"s und Bezugszeile wird unterdr"uckt\\[1\parskip]
\verb/\FormA/\>nur bei vorangehendem \verb/\Fenster/-Aufruf;\\
\>Ausgabe auf Vordruck Form A (27mm H"ohe des Feldes\\\>f"ur den Briefkopf)
nach DIN 676\\[1\parskip]
\verb/\Postvermerk{ }/\>f"ur postalische Vermerke wie Einschreiben,
Drucksache, \ldots \\[2\parskip]
\verb/\Behandlungsvermerk{}/\>f"ur Behandlungsvermerke,
z.\,B. E\ i\ l\ t \\[1\parskip]
\verb/\Absender{ }/,\>Adresse des Absenders -- tritt an die Stelle von
\verb/\address/ \\
\verb/\Absender{I::II}/\>im \verb/letter.sty/.\\
\>Der durch \verb/::/ abgetrennte Teil II erscheint zwar im Brief-\\
\>kopf, aber nicht im Absenderetikett (s.\ \verb/\Retourlabel/).\\
\>\verb/::/ ersetzt nicht den Zeilenumbruch \\[1\parskip]
\verb/\Datum{ }/\>zur freien Gestaltung der Datumsangabe\\[1\parskip]
\verb/\today/\>englisches Datum\\[1\parskip]
\verb/\todayshort/\>englisches Datum in der Form YY-MM-DD\\[1\parskip]
\verb/\heute/\>deutsches Datum\\[1\parskip]
\verb/\heutekurz/\>deutsches Datum in der Form TT.MM.JJ\\[1\parskip]
\verb/\Betreff{ }/\>f"ur ein- oder mehrzeilige Betreffangabe\\[1\parskip]
\verb/\IhrZeichen{ }/\>Text zu "`Ihr Zeichen, Ihre Nachricht 
vom"'\\[1\parskip]
\verb/\UnserZeichen{ }/\>Text zu "`Unser Zeichen, unsere Nachricht 
vom"'\\[1\parskip]
\verb/\Telefon{ }/\>Text zu "`Telefon, Name"'
\end{tabbing}

Die Befehle von \verb/\Retouradresse/ bis \verb/\Telefon/ haben {\em
globale} Bedeutung, wenn sie in der Pr"aambel erscheinen.  Stehen sie
in einer \verb/letter/-Umgebung (aber vor \verb/\opening/!), gelten
sie nur f"ur diesen Brief -- entsprechende globale Vereinbarungen sind
dann aufgehoben.


\begin{tabbing}
AAAAAAAAAAAAAAAAA\=\kill
\verb/\opening{/{\it Anrede}\verb/}/\>dient nicht nur zur Eingabe der
Anrede, sondern veranla"st \\\>das System, den oberen Teil des
Briefes auszugeben;\\
\>Briefe ohne Anrede sind mit \verb/\opening{}/ zu realisieren
\\[1\parskip]
\verb/\Einrueckung{ }/\>f"ur einger"uckten Text; dieser darf Abs"atze
enthalten\\[1\parskip]
\verb/\anlagenrechts/\>Anlagen- und Verteilervermerke beginnen {\em
rechts} neben der \\\>Gru"sformel;
n"utzlich bei Platzmangel, Aufruf vor \verb/\closing/\\[1\parskip]
\verb/\Anlagen{ }/\>ersetzt \verb/\encl/  im \verb/letter.sty/; erzeugt
selbst keinen Text, \\\>Aufruf vor \verb/\closing/\\[1\parskip]
\verb/\Verteiler{ }/\>ersetzt \verb/\cc/; sonst wie \verb/\Anlagen/
\end{tabbing}

Folgende Optionen und Befehle des \verb/letter.sty/ sind bei Verwendung
des \verb/dinbrief.sty/ unzul"assig
\begin{center}
\verb/headings/, \quad \verb/\cc/, \quad \verb/\encl/,
\quad \verb/\name/, \quad \verb/\address/, \quad
\verb/\location/, \quad\verb/\telephone/
\end{center}

Zur individuellen Anpassung an Etikettens"atze (2-spaltig):
\begin{tabbing}
AAAAAAAAAAAAAAAAA\=\kill
\verb+\Etihoehe{ }+\>H"ohe eines Etiketts, mind.\ 40\,mm \\[1\parskip]
\verb+\Etirand{ }+\>Breite des oberen Randes des
   Etikettenblattes\\[1\parskip]
\verb+\Etizahl{ }+\>Zahl der Etiketten in einer Spalte des
   Etikettenblattes\\[1\parskip]
\end{tabbing}

Zum korrekten Abfassen des Briefes, insbesondere der Adressenangaben,
wird das Studium der Norm DIN 5008 (s.\ \verb/dinbrief_beispiel.tex/)
empfohlen. Die Ma"se von Vordrucken f"ur Gesch"aftsbriefe ist der
DIN 676 zu entnehmen.



\newpage
\section{Bemerkungen zum dinbrief.sty}

Der von Lamport entwi"ckelte \verb/letter.sty/ orientiert sich an den
amerikanischen Gepflogenheiten (Papierformat, Anordnung der Textteile)
und gebraucht die englische Sprache (Monatsnamen, encl:, cc:).  Der
\verb/dinbrief.sty/ wurde aus jenem unter Beachtung der Normen DIN
5008, 676, 2107, 2142 und 16\,507 entwi"ckelt.

Um normgerechte {\em
Gesch"aftsbriefe}\footnote{Zeilenabstand 1 ($\approx 4,23$\,mm),
Leerr"aume sind {\em ganzzahlige} Vielfache davon}
schreiben zu k"onnen, wurde neben den von
\LaTeX\ angebotenen size-Optionen noch eine sog.\
\verb/norm/-Option eingef"uhrt. Der Benutzer hat die Wahl unter
\begin{center}
\begin{tabular}{l|l|c@{ bzw.\ }c|c}
Option&\multicolumn{1}{c|}{Vergleich mit Pica-Maschinenschrift}
&\multicolumn{2}{c|}{Zeilenabstand}
&parskip\\ \hline
10pt&Buchstaben viel zu klein&12pt&$\approx 1$&0.7em\\
11pt&Kleinbuchstaben zu klein&13,6pt&$\approx 1,13$&0.7em\\
12pt&Gro"sbuchstaben zu gro"s&15pt&$\approx 1,25$&0.7em\\
norm&Buchstaben wie 11pt-Option&1/6in&1&1 baselineskip
\end{tabular}
\end{center}
Auch wenn nicht die \verb/norm/-Option gew"ahlt wird, gehorchen die
Briefe den Anordnungsregeln von DIN 5008 f"ur die Gestaltung von
Gesch"aftsbriefen. So beginnt die Absenderanschrift auf "`Zeile 5"',
der Betreff auf "`Zeile 24"', und der Postvermerk in der Anschrift
steht auf "`Zeile 13"', was die Verwendung von Fensterbriefh"ullen
gestattet. Im allgemeinen stehen f"ur die Empf"angeradresse 7 Zeilen
zur Verf"ugung (wie von der Norm vorgesehen) -- bei der Gr"o"senoption
\verb/12pt/ darf die Adresse h"ochstens 6zeilig sein, was jedoch meist
ausreicht (s.\ Musteranschriften im Normblatt).

Um die Datumsangabe frei gestalten zu k"onnen, wurde der Befehl
\verb/\Datum/ eingerichtet. Er erlaubt Vor- und R"uckdatieren,
Monatsangaben in beliebiger Sprache oder in Ziffern, Aufnahme des
Ortes in das Datum (dabei kann auf das automatische Datum
zur"uckgegriffen werden -- z.\,B.\ Stuttgart, den \verb/\heute/).


Zum vordrucklosen Brief geh"oren eigentlich weder eine kleingedruckte
Absenderadresse noch Faltmarken. Die \verb/\Fenster/-Option f"uhrt
Elemente des Vordrucks f"ur Gesch"aftsbriefe (DIN 676, Form B) in die
Gestaltung ein.

\verb/\Anlagen/ und \verb/\Verteiler/ erzeugen im Gegensatz zu ihren
Entsprechungen \verb/\encl/ und \verb/\cc/ im \verb/letter.sty/
{\em selbst\/} keinen Text.
Daf"ur ist man unabh"angig von der Sprache und kann auf einfache Weise
die ganze F"ulle der M"oglichkeiten
\begin{center}
1 Anlage \quad 5 Anlagen \quad
\newlength{\Breite}
\settowidth{\Breite}{Reifezeugnis}
\parbox[t]{\Breite}{Anlage:\\Reifezeugnis} \quad
\settowidth{\Breite}{Diplomzeugnis}
\parbox[t]{\Breite}{Anlage:\\Reifezeugnis\\Diplomzeugnis} \quad
usw.
\end{center}
aussch"opfen. Da das Ausdru"cken des Anlagen- und des Verteilervermerks
in die closing-Prozedur aufgenommen wurde, sind \verb/\Anlagen/,
\verb/\Verteiler/ wie \verb/\anlagenrechts/ {\em vor}
\verb/\closing/ zu gebrauchen.


\verb/\makelabels/ in der Pr"aambel f"uhrt zur Ausgabe von Etiketten
mit der Empf"angeradresse. Ist eine \verb/\Retouradresse/
spezifiziert, wird sie wie bei einem \verb/\Fenster/-Brief "uber die
Empf"angeranschrift gesetzt. Dies entspricht jedoch nicht der
Normvorschrift und ist oft auch nicht m"oglich, weil die Adresse des
Absenders zu lang ist. Deshalb wurde der Befehl \verb/\Retourlabel/
eingerichtet -- er veranla"st das System, auch Etiketten mit der
Absenderadresse zu dru"cken. Diese wird dem Argument des
\verb/\Absender/-Befehls entnommen. H"aufig stehen im Briefkopf nach
unserer Postanschrift auch Angaben (z.\,B.\ Telefonnummer), die nicht
auf das Etikett geh"oren. Solche Angaben sind im
\verb/\Absender/-Argument von der Postanschrift durch \verb/::/
abzutrennen. Um dem Anwender gestalterische Freiheit zu lassen
(\verb/\\/, \verb/\\[]/, \verb/\par/), wurde mit dem Separator kein
Zeilenumbruch verbunden.\\
Bsp.: \verb/\Absender{R. Sengerling ...Stuttgart 31\\[2mm]::Tel.
83\,45\,10}/

Bei \verb/\Retourlabel/ unterbleibt die Ausgabe der
\verb/\Retouradresse/ auf dem Empf"anger-Etikett.


Noch einige Bemerkungen zur {\em Ausgabe} von Adre"setiketten
\begin{itemize}
\item
Das Programm ist abgestimmt auf die
\begin{center}
$105\times 42$\,[mm]-Etikettens"atze von Herma (copy-print, No.\ 4452)
\end{center}
Diese sind so einzulegen, da"s die Beschriftung {\em unterhalb} des
schmalen Streifens erfolgt.

\item
Im Style-File sind noch die Daten der folgenden Etikettens"atze
\begin{itemize}
\item $105\times42,3$\,[mm] Zweckform (No.\ 3653)
\item $105\times42,3$\,[mm] Herma (Laserprint, No.\ 4625)
\item $105\times42,3$\,[mm] Zweckform (No.\ 3653)
\item $105\times41$\,[mm]  Zweckform (No.\ 3477)
\item $105\times48$\,[mm] Herma (copy-print, No.\ 4457)
\end{itemize}
aufgenommen. Dabei wurde jeweils die erste Zeile zum Rand erkl"art oder
gez"ahlt, um ein einwandfreies Bedrucken sicherzustellen.
Sie brauchen bei Bedarf nur die Voreinstellung zu l"oschen und die
gew"unschten Zuweisungen zu aktivieren.

\item Eine individuelle Anpassung (f"ur Ausnahmef"alle) kann mit den
Befehlen \verb$\Etihoehe$, \verb$\Etirand$ und \verb$\Etizahl$
vorgenommen werden.

\item Damit nicht {\em jedesmal\/} ein {\em neues} Etikettenblatt
eingelegt werden mu"s, wurde die
\verb/\spare/-Option eingef"uhrt. \verb/\spare{/$n$\verb/}/ r"uckt den
Druckbeginn um $n$ Positionen vor. Da die Ausgabe der Etiketten im
twocolumn-Stil erfolgt, ist spaltenweise von oben nach unten
(ggf.\ unter Auslassung der obersten Zeile) zu z"ahlen.

Die Etikettenbl"atter bleiben meist im Dru"cker h"angen, wenn die
glatte Tr"agerfolie in {\em beiden} Spalten freiliegt.
\end{itemize}

\vspace{2\parskip}
Zur Druckereinstellung:
Beginnt der Strich unter der Retouradresse im Fensterbrief nicht
2\,cm/5\,cm vom linken/oberen Blattrand entfernt, so sollte die
Nullpunkteinstellung des Druckers bzw.\ des DVI-Treibers mit Hilfe des
Files "`{\tt testa4.tex}"' (oder "`{\tt testpage.tex}"') "uberpr"uft
und justiert werden.  Die beiden Files sind in jeder neueren
\LaTeX-Distribution enthalten.

Wem dieser Weg nicht offensteht, sollte im style-file den Parametern
\verb/\feinx/ und \verb/\feiny/ geeignete Werte zuweisen:
\verb/\feinx=/$a$, \verb/\feiny=/$b$ verschiebt den Ausdruck um $a$
nach rechts und $b$ nach unten.


\newpage
\section{Bemerkungen zum geschbrf.sty}
Der \verb/geschbrf.sty/ ist eine direkte Weiterentwicklung des
\verb/dinbrief.sty/ von Rainer Sengerling. Er erm"oglicht die
Erstellung von Briefen auf Briefvordrucke nach der DIN 676.
Der Style \verb/dinbrief.sty/ erlaubt nur die Erzeugung von
vordrucklosen Briefen.

Eine Besonderheit ist die Erstellung von Briefen einschlie"slich
der Elemente eines Briefvordrucks. Dazu mu"s im Stylefile 
\verb/geschbrf.sty/ ein Briefkopf und ein Brieffu"s definiert werden.
Dann ist es m"oglich, mit \LaTeX\ einen Gesch"aftsbrief zu schreiben,
der auf einem Blatt zusammen mit den Elementen eines Briefvordrucks
ausgegeben wird. Beispiele daf"ur sind in der Datei \verb/gb_bsp.dvi/
zu sehen.

Die Steuerung des Briefformats erfolgt mit den Befehlen \sloppy
\verb/\Fenster/, \verb/\Vordruck/ und \verb/\FormA/.
Der Befehl \verb/\Fenster/ bewirkt die Erzeugung
eines Briefes auf einen Vordruck nach DIN 676. Ohne dieses Kommando
wird {\em immer\/} ein vordruckloser Brief erzeugt. Die Angabe von
\verb/\Fenster/ ist damit auch die Voraussetzung f"ur die Wirkung
der Befehle \verb/\Vordruck/ und \verb/\FormA/.

Die DIN 676 unterscheidet Vordrucke der Form A und B. Form A definiert
ein 27 mm hohes Feld f"ur den Briefkopf am Blattbeginn, Form B dagegen
ein 45 mm hohes Feld. Die Lage der Anschrift, der Bezugszeile und der
Faltmarken verschiebt sich entsprechend. Da im allgemeinen h"aufiger 
f"ur Briefvordrucke die Form B Verwendung findet, wird diese ohne Angabe 
des Befehls \verb/\FormA/ benutzt. Ist der Befehl \verb/\FormA/ angegeben
wird der Brief f"ur einen Vordruck der Form A erstellt.

Ist der Befehl \verb/\Vordruck/ angegeben, wird der Brief von \LaTeX\
so gesetzt, da"s er auf einen Briefvordruck nach der DIN
gedruckt werden kann. Ist der Befehl nicht angegeben, so werden die
Elemente eines Vordrucks von \verb/geschbrf.sty/ erzeugt. Speziell
erfolgt die Ausgabe der einzeiligen Absenderadresse, der Falt- und
Lochmarken, der Beschriftung der Bezugszeile und von Briefkopf und
Brieffu"s. Dabei ist der Text f"ur Briefkopf und Brieffu"s vom Anwender
in der Datei \verb/geschbrf.sty/ vorzunehmen. Mit den Befehlen
\verb/\def\KopfFormA{...}/ und \verb/\def\KopfFormB{...}/ wird der
Briefkopf f"ur Briefbl"atter der Form A und B definiert, und
der Befehl \verb/\def\Fuss{...}/ definiert den Brieffu"s. Beispiele
f"ur diese Definitionen sind im Stylefile angegeben.


\newpage
\section{Dokumentation}
Der \verb/geschbrf.sty/ ist durch wenige "Anderungen aus dem
\verb/dinbrief.sty/ entstanden, der wiederum vom originalen \verb/letter.sty/
bzw.\ \verb/letter.doc/ (released 25 March 1992) entwi"ckelt wurde.  Dabei
wurde dessen Grundstruktur erhalten, und "Anderungen wurden so
behutsam wie m"oglich durchgef"uhrt.

Die Umarbeitung besteht im wesentlichen aus
\begin{itemize}
\item der Einf"uhrung einer \verb/norm/-size-Option und einer
\verb/german/-Option
\item der Anpassung an das A4-Papierformat ($297\times 210$\,mm)
\item der "Anderung der \verb/\opening/-, \verb/\closing/-,
\verb/\startlabels/-, \verb/\mlabel/- und \\
\verb/\endletter/-Prozedur
\item Definition neuer Makros, Streichung unn"utz gewordener
Definitionen
\end{itemize}
\subsection{Zu Optionen}
\begin{tabbing}
germanAAAA\=AA\=\kill
\verb/norm/\>default; sie entspricht der 11pt-Option, aber \+\\
\>Grundlinienabstand f"ur normalsize- und small-Schrift \\
\>1/6\,in statt 13,6 bzw.\ 12\,pt \\
\>\verb/\parskip=1\baselineskip/ statt 0.7\,em \-\\[1\parskip]
german\>belegt \verb/\date/ mit \verb/\heute/
\end{tabbing}
\subsection{Zur Anpassung an das A4-Format}
Nach DIN 5008 beginnt eine Textzeile bei Grad\footnote{$1\,
\mbox{Grad}=0.1\,\mbox{in}\approx 2,54$\,mm (Pica-Teilung;
DIN 5008, 2107)} 10 und endet bei Grad 70;
die Seitennummer (z.\,B. -- 3 --) steht auf der 5.\ Zeile,
beginnt bei Grad 40 und
ist vom Text durch mindestens eine Leerzeile getrennt.

\begin{sloppypar}
Bei der Festlegung der Layoutparameter wurden ein linker und ein
oberer Druckerrand von jeweils 1\,in angenommen. F"ur Benutzer, die
die Druckereinstellung nicht ver"-"andern d"urfen, wollen oder
k"on"-nen, sieht der \verb/dinbrief.sty/ eine {\em Feinabstimmung}
durch \verb/\advance/-Befehle auf \verb/\odd/- und
\verb/\evensidemargin/ sowie \verb/\topmargin/ vor.
\end{sloppypar}

Der Norm wird gen"ugt durch
\begin{center}
\verb/\oddsidemargin 0pt/, \verb/\evensidemargin 0pt/,
\verb/\textwidth 6in/, \\ \verb/\topmargin -2\GZA/,
\verb/\headheight 1\GZA/, \verb/\hspace{3cm}/ (in \verb/plain/-Def.)
\end{center}
wobei GZA den Grundzeilenabstand 1/6\,in $\approx 4,23$\,mm
(DIN  2142, 2107) $\approx 12,045$\,pt bezeichnet.

Mit \verb/\headsep 2\GZA/ und \verb/\topskip 1\GZA/ beginnt eine
normale Seite bei "`Zeile~8"'.

Der Text geht bei einer \verb/\textheight/ von 55\,\verb/\GZA/ bis zur
Zeile~62.

\subsection{Zur opening-Prozedur}
Gem"a"s der Norm 5008 steht die Absenderadresse links oben, beginnend
auf Zeile 5; rechts davon steht das Datum. F"ur die Anschrift (von
Grad 10 bis 40) sind die Zeilen 13 bis 21 reserviert.
Behandlungsvermerke sind in der Zeile der letzten Adressenangabe bei
Grad 50 anzuf"ugen.  Der Betreff beginnt auf Zeile 24, das Schreiben
folgt mit 2 Leerzeilen Abstand.

DIN 676 (Vordruck Form B) schreibt f"ur den Strich, der die
\verb/\Retouradresse/ von der Empf"angeradresse trennt, vor:
\begin{itemize}
\item Abstand vom oberen Blattrand 50\,mm
\item Beginn 20\,mm vom linken Rand, L"ange 85\,mm
\end{itemize}
Die linken Faltmarken haben zum oberen Rand einen Abstand von 105\,mm
bzw.\ 210\,mm.

Um diese Grundpositionen f"ur beliebige Schriftgr"o"sen und
Zeilenabst"ande zu gew"ahrleisten, wird der obere Teil des Briefes mit
Hilfe des \verb/\picture/-Environments gestaltet. Bezugspunkt ist der
Anfang (der Grundlinie) der ersten Textzeile einer Normalseite -- er
hat vom linken (oberen) Blattrand den Abstand 25,4\,mm (33,84\,mm).
Bei Texten und Boxen sind die Koordinaten des Beginns der Grundlinie
im \verb$\put$-Befehl anzugeben.  Die Positionierung von
Absenderadresse und Datum ist offenbar.  F"ur die Empf"angeradresse
w"are eine Box mit {\em zwei} Referenzlinien, den Grundlinien der
ersten und der letzten Zeile, n"utzlich: Die obere diente zur
Anordnung der Adresse, die untere zur Ausrichtung des
Behandlungsvermerks.  Das Programm benutzt f"ur Empf"angeradresse und
Behandlungsvermerk zwei vtop-Boxen mit derselben {\it Gesamt}\/h"ohe
und gleichen Lagen des Referenzpunkts und der letzten Zeile (zum
Verst"andnis beachte \TeX{}book S.~80--82).

Die \verb/\fenst/-Routine setzt den Trennstrich, die
\verb/\Retouradresse/ sowie die Faltmarken. Die Absenderadresse wurde
zur horizontalen Zentrierung in eine Makebox gepackt; deren H"ohe
wurde so gew"ahlt, da"s die vertikale Zentrierung ein ansprechendes
Ergebnis liefert.

Da die Zeilenzahl des Betreffs nicht, sein Abstand zur Anrede aber
vorgeschrieben sind, kann hier nicht analog verfahren werden. Vielmehr
erreicht man den Sprung zur "`Zeile 24"' durch \verb/\par/- und
\verb/\vspace/-Befehle (\verb/\par/, \verb/\vspace{-1\parskip}/ und
von der gew"ahlten Gr"o"senoption abh"angige \verb/\vspace/-Befehle
bewirken eine Zeilenschaltung mit 1\,GZA).

Dem Betreff folgt der vorschriftsgem"a"se Leerraum von 2 GZA.
Enth"alt der \verb/\opening/-Befehl keine Anrede, wird sofort mit dem
Text begonnen.

DIN 676 empfiehlt f"ur die Retouradresse eine Mindestschriftgr"o"se
von 3\,mm. Die 7pt-Schriften von \TeX\ sind etwas kleiner (gem"a"s der
Me"slehre von DIN 16\,507).  Im style-file wird f"ur die
\verb+\Retschrift+ als Alternative zur Normalschrift (cmr) eine
Sans-serif-Schrift (cmssq) angeboten.




\subsection{Zur closing-Prozedur}
Nach DIN 5008 folgt dem Text nach einer Leerzeile linksb"undig die
Gru"sformel (bis Grad~45), dann gegenbenenfalls die
maschinenschriftliche Angabe der Unterzeichner, der Anlagen- und
Verteilervermerk.  F"ur die Zwischenr"aume werden Empfehlungen
gegeben.  Bei Platzmangel darf der Anlagen- bzw.\ Verteilervermerk auf
derselben Zeile wie die Gru"sformel bei Grad~50 beginnen.

Um diese M"oglichkeit dem Anwender zu er"offnen, mu"ste das Dru"cken
des Anlagen- und des Verteilervermerks in die closing-Prozedur
aufgenommen werden.

Die Breiten der Gru"sparbox von 3,5\,in bzw.\ der
Anlagen/Verteilerparbox von 2\,in (rechts"-b"undig) entsprechen gerade
diesen Vorschriften. Durch Ein"-f"ugen von struts (in \LaTeX:
\mbox{Ober-}\slash Unterl"ange von 0,7/0,3 baselineskip) wird die
Einhaltung des Zeilenrhythmus ge"-w"ahrleistet.



\subsection{Zur startlabels- u.\ mlabel-Prozedur}
Die Beschriftung des Etiketts sollte nach DIN 5008 der des
Anschriftenfeldes im Brief gleichen.

Da die Etiketten breiter als ein Adressenfenster sind, darf die
\verb+\Retouradresse+ bis zu 9,3\,cm lang sein statt 8,5\,cm (DIN
676). Ansonsten entspricht die Gestaltung des Etiketts v"ollig der des
Adressenfeldes im Brief bei norm-Option, wenn keine
\verb/\Retouradresse/ auf dem Etikett untergebracht werden mu"s oder
die Etiketten mindestens 45\,mm hoch sind.  Der Adre"s"-kasten von 40
bzw.\ 45\,cm H"ohe (s.\ DIN 676) wird dann vertikal zentriert.
Andernfalls sind die Leerzeilen etwas schmaler.

\verb/\odd/- und
\verb/\evensidemargin-19.4mm/, \verb/\textwidth19.8cm/ und
\verb/\columnsep1.2cm/ plazieren die Etiketten in beiden Spalten gleich.

Zu Beginn jedes Briefes wird der Seitenz"ahler auf~1 gestellt. Deshalb
gibt es zu einer Seitennummer oft mehrere Seiten, von denen evtl.\ nur
die erste auf dem Dru"cker gesondert ausgegeben werden kann. Damit die
Etiketten {\em immer} "`angew"ahlt"' werden k"onnen, beginnen diese
auf S.\ 91 (diese Zahl wird wohl von keinem Brief errreicht).

\begin{sloppypar}
Um in der Empf"angeradresse \verb/\par/ bzw.\ Leerzeilen ben"utzen
zu k"onnen, wurde das \verb/\mlabel/-Makro als \verb/\long/-Definition
deklariert.
\end{sloppypar}

Es wurde das \verb/\retourlabel/-Macro aufgenommen.

\subsection{Zur endletter-Prozedur}
Bei Gebrauch einer Fensterbriefh"ulle sind Etiketten
"uberfl"ussig -- \verb/@fileswfalse/ unterbindet ihre Ausgabe
auch bei \verb/\makelabels/-Aufruf in der Pr"aambel.

Weil die Empf"angeradresse nicht mehr in \verb/\toname/ und
\verb/\toaddress/ aufgespalten wird, da"-f"ur aber der Postvermerk
dazukam, wurde die \verb/\write/-Ausgabe auf den \verb/aux/-File
ge"-"andert.

Bei \verb/\Retourlabel/ werden ein \verb/\mlabel/-Aufruf mit leerem
ersten Argument sowie ein \verb/\retourlabel/-Aufruf mit Teil I
der Absenderangabe auf den \verb/aux/-File geschrieben.

\subsection{Zu neuen Definitionen}
\begin{tabbing}
AAAAAAAAAAA\= \kill
\verb/\Einrueckung/\>
\begin{minipage}[t]{11.8cm}
Nach der Norm gehen Einr"uckungen von Grad 20 bis Zeilenende.\\
Eine St"orung des Zeilenrhythmus beim "Ubergang vom Normaltext zur
vbox l"a"st sich durch Einf"ugen von struts am Ende des Normaltextes
und am Anfang der vbox vermeiden. Um dem Anwender die Eingabe von
\verb/\strut/ zu ersparen und ihm zu erlauben, im Eingabefile den
einzur"uckenden Text vom Rest durch Leerzeilen abzusetzen, wurde zu
dem Trick mit der "`strut-Extra-Zeile"' gegriffen.
\end{minipage}\\[1\parskip]
\verb/\Datum/\>\verb/\date/ ist normalerweise mit \verb/\today/ belegt,
bei Option \verb/german/ mit \\\>\verb/\heute/ und bei Aufruf von
\verb/\Datum/ mit dessen Argument \\[1\parskip]
\end{tabbing}
\subsection{Streichungen}
\begin{tabbing}
AAAAAAAAAAA\= \kill
\verb/\cc/\>ersetzt durch \verb/\Verteiler/ \\[1\parskip]
\verb/\encl/\>ersetzt durch \verb/\Anlagen/\\[1\parskip]
\verb/\headings/\>bei Briefen ohne Normvordruck ist Text in der
  Kopfzeile un"ublich\\[1\parskip]
\verb/\processto/, \>
bei Verzicht auf \verb/headings/-Option ist die Aufteilung der
Empf"anger-\\\verb/\@xproc/, \>adresse in
\verb/\toname/ und \verb/\toaddress/ "uberfl"ussig.\\
\verb/\@yproc/\>Da im Deutschen die erste Zeile der Anschrift meist
nur eine Anrede\\\>wie {\em
Herrn} enth"alt, w"are \verb/\processto/ ohnehin unbrauchbar.\\
\>Modifizierte Versionen dieser Macros werden jedoch zur Aufteilung\\
\>der Absenderangabe herangezogen. \\[1\parskip]
\verb/\ps@firstpage/\>die Gestaltung der ersten Seite wird von
\verb/\opening/ "ubernommen, \\\>\verb/\location/ und \verb/\telephone/
  entfallen \\[1\parskip]
\verb/\texttop/\>l"a"st kurze Briefe nicht ganz oben beginnen, im
Deutschen nicht er-  \\\>w"unscht
\end{tabbing}

\vspace{2cm}
Rainer Sengerling\\
Institut f"ur Theoret.\ und Angew.\ Physik\\Universit"at Stuttgart\\
Pfaffenwaldring 57\\7000 Stuttgart 80

\end{document}
