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% bgteubner class bundle
%
% tex_typographie.tex
% Copyright 2003--2012 Harald Harders
%
% This program may be distributed and/or modified under the
% conditions of the LaTeX Project Public License, either version 1.3
% of this license or (at your opinion) any later version.
% The latest version of this license is in
%    http://www.latex-project.org/lppl.txt
% and version 1.3 or later is part of all distributions of LaTeX
% version 1999/12/01 or later.
%
% This program consists of all files listed in manifest.txt.
% ===================================================================
\chapter{Typographische Aspekte}%
\texindex{Typographie}%

% ===================================================================
\section{Zusammengesetzte Abkürzungen}%
\texindex{Abkürzung!zusammengesetzt}%
\texindex{zusammengesetzte Abkürzung}

Im Deutschen werden zusammengesetzte Abkürzungen mit einem kleinen
Zwischenraum\index{Zwischenraum!klein} (\cs{,})\macroindex{,} gesetzt.
Die Schreibweisen ohne Zwischenraum oder mit ganzem Zwischenraum sind
falsch.
Beispiele:
\begin{verbatim}[\small]
z.\,B., d.\,h.
\end{verbatim}
\par\noindent
führt auf "`z.\,B., d.\,h."'
Auf alle Abkürzungen folgt jedoch ein ganz normaler Zwischenraum,
z.\,B.\ hier.
Damit \LaTeX\ erkennt, dass der Punkt nach der Abkürzung kein
Satzendezeichen ist, kann das folgende Leerzeichen durch \verb*|\ |
maskiert werden:
\begin{verbatim*}
Das kann z.\,B.\ so oder so gemacht werden usw. Der nächste Satz
beginnt.
\end{verbatim*}
Hier soll nach dem "`z.\,B."' kein neuer Satz begonnen werden, daher
folgt auf den Punkt das \verb*|\ |. 
Dagegen beginnt nach "`usw."' ein neuer Satz, so dass der Punkt nicht
maskiert wird.

Endet ein Satz auf eine Abkürzung, so ist der Punkt der Abkürzung
gleichzeitig das Satzendezeichen.
Es werden also nicht zwei Punkte nacheinander gesetzt.


% ===================================================================
\section{Akronyme und Abkürzungen in Großbuchstaben}%
\label{sec:tex:acro}%

Wörter und Abkürzungen, die ganz in Großbuchstaben geschrieben sind,
fallen sehr aus dem Text heraus und wirken zu stark betont.
Um dies zu vermeiden, sollten als Kapitälchen geschrieben werden,
indem der \cs{acro}"=Befehl verwendet wird.\footnote{Bei Verwendung
  der Times, Helvetica oder Courier bzw.\ bei serifenlosen Schnitten
  oder kursiver Schreibmaschinenschrift der European Computer Modern
  wird die Schriftgröße nur etwas gegenüber der Versalgröße
  verringert, da bei diesen Schriften bzw.\ Schriftschnitten keine
  echten Kapitälchen vorhanden sind.}
Beispiele:
\begin{verbatim}[\small]
\acro{ABAQUS}
\acro{DIN-A\,5}
\end{verbatim}
Dies ergibt \acro{ABAQUS} statt ABAQUS bzw.\ \acro{DIN"~A\,5} statt
DIN"~A\,\newstylenums{5}.

Dabei wird im \cs{acro}"=Befehl nicht zwischen Groß- und
Kleinbuchstaben unterschieden.
\iftimes{%
  Es sind auch \emph{kursive \acro{AKRONYME} möglich.}%
}{%
  Durch die Verwendung des \texttt{slantsc}"=Pakets~\cite{slantsc2003a}
  sind auch \emph{kursive \acro{AKRONYME} möglich.}%
}


% ===================================================================
\section{Datumsangaben}%

Bei Datumsangaben wird zwischen dem Tag und dem Monat ein kleiner
Zwischenraum (\cs{,}) gesetzt.
Zwischen Monat und Jahr erfolgt ebenfalls ein kleiner Zwischenraum,
sofern das Jahr zweistellig geschrieben ist; ist es vierstellig, wird
ein geschütztes Leerzeichen (\verb|~|) verwenden:
\begin{verbatim}[\small]
16.\,09.\,03, 16.\,09.~2003
\end{verbatim}
Dies ergibt "`16.\,09.\,03, 16.\,09.~2003"'.

% ===================================================================
\section{Bindestriche und Gedankenstriche}%
\texindex{Bindestrich}%
\texindex{Gedankenstrich}%

Bindestriche werden für Silbentrennungen und zusammengesetzte Wörter
verwendet.
Um die Silbentrennung muss sich der Autor nicht kümmern, sie werden
automatisch vom Satzsystem durchgeführt.
Bindestriche stellen kurze Striche dar ("~), sie werden ohne
Zwischenraum zwischen die zusammengesetzten Wörter gesetzt.
Da der einfache Bindestrich auf der Tastatur (\verb|-|) dazu führt,
dass nach seinem Vorkommen nicht mehr getrennt wird, sollten
stattdessen folgende Befehle verwendet werden:
\begin{itemize*}
\item \verb|"=| erzeugt einen Bindestrich, an dem getrennt werden
  darf.
\item \verb|"~| erzeugt einen Bindestrich, an dem keine Silbentrennung
  erlaubt ist.
\end{itemize*}

Gedankenstriche sind länger als Bindestriche.
Sie werden mit einem Leerzeichen vor und einem Leerzeichen nach dem
Gedankenstrich~-- der im Quelltext aus zwei Bindestrichen (\verb|--|)
besteht~-- gesetzt.
Die von Kopka verwendeten englischen
Gedankenstriche\texindex{Gedankenstrich!englisch} (\verb|---|
$\Rightarrow$ ---) werden im deutschen Satz \emph{nicht} verwendet.

% ===================================================================
\section{Ligaturen}%
\texindex{Ligatur}%

\LaTeX\ zieht selbständig bestimmte Buchstabenkombinationen zu so
genannten \emph{Ligaturen} zusammen (ff, fi, fl, ffi, ffl).
An manchen Stellen (bei Silbenwechseln) sind diese Ligaturen jedoch
unerwünscht, so dass dort die Buchstaben einzeln geschrieben werden
müssen.
Leider besitzt \LaTeX\ keinen automatischen Mechanismus, der dort die
Ligaturen verhindern könnte.
An den entsprechenden Stellen muss die Ligatur daher von Hand
verhindert werden, indem \verb/"|/ eingefügt wird.
Beispielsweise muss es Auf"|lage (\verb/Auf"|lage/) anstatt Auflage
(\verb|Auflage|) heißen.

Das Programm \verb|rmligs|, das über die \acro{CTAN}"=Server
heruntergeladen werden kann, kann falsche Ligaturen im Quelltext
finden und beheben.


% ===================================================================
\section{Silbentrennung}%
\label{sec:tex_silbentrennung}%
\texindex{Silbentrennung}%

Manchmal passiert es, dass Text über den rechten Blocksatzrand
hinaussteht.
Das liegt daran, dass \LaTeX\ keine zu großen Wortzwischenräume
akzeptiert.
Findet es keine entsprechenden Trennstellen in den Wörtern und müsste
es den Text inakzeptabel weit auseinanderziehen, so lässt das Programm
die Zeile mit dem Problem über den Rand hinausziehen und schreibt eine
Warnung der Form
\begin{verbatim}[\small]
[37] [38]
Overfull \hbox (50.35378pt too wide) in paragraph at lines 660--674
/ectt1000/\begin{nomathindent}[0.5] /hform1000/re-du-ziert den Ein-zug
auf die Hälf-te und /ectt1000/\begin{nomathindent}[1.0]
 []
\end{verbatim}
in die Log"=Datei.
Es wird angegeben, um welchen Betrag der entsprechende Absatz über den
rechten Satzspiegel hinaussteht.
Außerdem wird die entsprechende Zeile mit ihrem möglichen
Trennpositionen ausgegeben.

Häufig lässt sich das Problem durch das Einfügen von
Trennhilfen\texindex{Trennhilfe} beheben.
Diese werden am besten durch die Verwendung des Befehls
\begin{verbatim}[\small]
\hyphenation
\end{verbatim}
\macroindex{hyphenation}%
in der Dokumentpräambel gesetzt, z.\,B.
\begin{verbatim}[\small]
\hyphenation{Donau-dampf-schiff-fahrts-kapi-täns-mütze}
\end{verbatim}
In diesem Beispiel wurden ganz bewusst nicht alle erlaubten Trennungen
eingetragen, da manche Trennungen sinnentstellend sein können,
beispielsweise \emph{\mbox{Urin}"=\mbox{stinkt}} statt
\emph{\mbox{Ur}"=\mbox{instinkt}}.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, an der betreffenden Stelle eine
Trennhilfe mit \verb|\-|\macroindex{-} oder \verb|"-|
einzufügen.
Dies hat jedoch den Nachteil, dass diese Hilfe natürlich nur dort
funktioniert, wo sie im Quelltext eingesetzt wurde.

Helfen diese Maßnahmen nicht, sollten die Autoren den Absatz
(geringfügig) umformulieren.
Dabei kann es unter Umständen sogar helfen, wenn die Änderungen
\emph{nach} dem fraglichen Zeilenumbruch sind.

Als letzte Möglichkeit, die auf jeden Fall vermieden werden sollte,
kann die strenge Abstandskontrolle zwischen Wörtern für den aktuellen
Absatz ausgeschaltet werden, indem die \verb|sloppypar|"=Umgebung
um den fraglichen Absatz gesetzt wird:
\begin{verbatim}[\small]
\begin{sloppypar}
  Hier kommt als Beispiel ein ganz langes Wort, das keine
  einzige \mbox{MöglicheTrennstelleHatUndDaher} unschön umbrochen
  werden muss.
\end{sloppypar}
\end{verbatim}
Das Ergebnis sieht dann so aus:
\begin{quotation}
\begin{sloppypar}
  Hier kommt als Beispiel ein ganz langes Wort, das keine
  einzige \mbox{MöglicheTrennstelleHatUndDaher} unschön umbrochen
  werden muss.
\end{sloppypar}
\end{quotation}
Mit den Parametern \cs{tolerance} und \cs{emergencystretch} kann das
Verhalten viel genauer eingestellt werden. 
Für das normale Verhalten gilt \cs{tolerance=200} und
\cs{emergencystretch=0em}, während für \cs{sloppy} \cs{tolerance=9999}
sowie \cs{emergencystretch=3em} gilt. 
Experimentieren Sie zur Not mit beiden Parametern herum.

% ===================================================================
\section{Setzen des Buches im Entwurfsstadium}%
\texindex{Entwurfsstadium}%

Während der Erstellung des Buches ist es sinnvoll, zusätzlich zu den
Sprachoptionen, die Option \verb|draft|\optindex{draft} im Aufruf
der Klasse \verb|bgteubner| einzusetzen:
\begin{verbatim}[\small]
\documentclass[english,ngerman,draft]{bgteubner}
\end{verbatim}
Dadurch wird zum einen in der Fußzeile (fast) aller Seiten ein Eintrag
der Form
\begin{quotation}
  Übersetzt: 20. November 2001, 14:27
\end{quotation}
gemacht, der hilft, unterschiedliche Stände der Arbeit unterscheiden
zu können.

Zum anderen werden Stellen, an denen \LaTeX\ keinen
zufriedenstellenden Zeilenumbruch erzeugen konnte, durch einen
schwarzen Balken markiert.


% ===================================================================
\section{Feinschliff}%
\label{sec:tex_feinschliff}%

Bevor die endgültige Version des Manuskripts dem Verlag als
Druckvorlage übergeben wird, sollte noch etwas Feinschliff betrieben
werden.

Zunächst sollten alle unschönen Zeilenumbrüche ("`Overfull
hbox"'"=Meldungen) beseitigt werden.
Darauf ist schon in Abschnitt~\ref{sec:tex_silbentrennung} eingegangen
worden.
Kleine Überstände in den Rand (bis ca.~$\numprint[pt]{1}$) können
unter Umständen akzeptiert werden.

Häufig kommt es auch vor, dass es \LaTeX\ nicht möglich ist, die Seite
zufriedenstellend zu füllen.
Dies kann zum Beispiel dadurch zustande kommen, dass eine Folge von
Abschnittsüberschriften so am Fuß einer Seite stehen müsste, dass sie
über den unteren Satzspiegelrand übersteht.
Da dies im Normalfall nicht zulässig ist, muss \LaTeX\ die
Überschriften auf die nächste Seite ziehen, wodurch die vorherige
Seite nicht vollständig gefüllt ist.
Da der untere Satzspiegelrand bewahrt bleiben soll, muss \LaTeX\ die
einzelnen Absätze auseinanderziehen, was zu einem unschönen Satzbild
wie in Bild~\ref{fig:umbruch1a} gezeigt.
%
\begin{figure}
  \centering
  \fboxsep0mm%
  \subfigure[Unschöner Seitenumbruch durch Abschnittsüberschriften]{%
    \fbox{%
      \includegraphics[width=0.24\linewidth,page=1]{bilder/seiten/umbruch1}}%
    \fbox{%
      \includegraphics[width=0.24\linewidth,page=2]{bilder/seiten/umbruch1}}%
    \label{fig:umbruch1a}%
  }%
  \hfill
  \subfigure[Verbesserter Seitenumbruch durch temporäre Veränderung
  des Satzspiegels]{%
    \fbox{%
      \includegraphics[width=0.24\linewidth,page=1]{bilder/seiten/umbruch1a}}%
    \fbox{%
      \includegraphics[width=0.24\linewidth,page=2]{bilder/seiten/umbruch1a}}%
    \label{fig:umbruch1b}%
  }%
  \caption[Verbesserung des Layouts durch manuelle Eingriffe in den
  Umbruch]{Verbesserung des Layouts durch manuelle Eingriffe in den
    Umbruch.
  Zur Verdeutlichung wird der normale Satzspiegel durch den
  eingezeichneten Kasten markiert.}%
\end{figure}

Wenn nun der Satzspiegel auf der Doppelseite jeweils um eine Zeile
vergrößert wird, passen die Abschnittsüberschriften noch auf die erste
Seite, so dass diese wieder vernünftig gefüllt ist.
Es ist wichtig, immer ein Doppelseitenpaar (also eine gerade Seite
gefolgt von einer ungeraden) um das gleiche Maß zu verändern,
um auf einer Doppelseite einen einheitlichen unteren Satzspiegel zu
erhalten.

Bild~\ref{fig:umbruch2} zeigt einen anderen Fall.
%
\begin{figure}
  \centering
  \fboxsep0mm%
  \subfigure[Unschöner Seitenumbruch durch eine Fußnote]{%
    \fbox{%
      \includegraphics[width=0.24\linewidth,page=1]{bilder/seiten/umbruch2}}%
    \fbox{%
      \includegraphics[width=0.24\linewidth,page=2]{bilder/seiten/umbruch2}}%
    \label{fig:umbruch2a}%
  }%
  \hfill
  \subfigure[Verbesserter Seitenumbruch durch temporäre Veränderung
  des Satzspiegels]{%
    \fbox{%
      \includegraphics[width=0.24\linewidth,page=1]{bilder/seiten/umbruch2a}}%
    \fbox{%
      \includegraphics[width=0.24\linewidth,page=2]{bilder/seiten/umbruch2a}}%
    \label{fig:umbruch2b}%
  }%
  \caption[Verbesserung des Layouts durch manuelle Eingriffe in den
  Umbruch]{Verbesserung des Layouts durch manuelle Eingriffe in den
    Umbruch.
    Zur Verdeutlichung wird der normale Satzspiegel durch den
    eingezeichneten Kasten markiert.}%
  \label{fig:umbruch2}%
\end{figure}%
%
Die Fußnote müsste eigentlich in der letzten Zeile der ersten Seite
ihre Markierung haben.
Dann würde allerdings der Fußnotentext auch auf diese Seite
geschrieben werden, wurdurch die Zeile mit der Fußnotenmarkierung auf
die nächste Seite rutschen würde.
Dadurch rutscht aber auch die Fußnote selbst auf die nächste Seite,
wodurch auf der ersten Seite wieder Platz für die Zeile mit der
Fußnotenmarkierung wäre.
Um diese Zwickmühle zu umgehen, wird diese Zeile auf die nächste Zeile
gezogen und die erste Seite gestreckt.
Hier ist es zweckmäßig, beide Seiten etwas zu verkleinern, um das
Strecken zu verhindern (Bild~\ref{fig:umbruch2b}).

Häufig ist es gar nicht notwendig, in den Satzspiegel einzugreifen.
Beispielsweise kann es ausreichen, einen Satz geringfügig
umzuformulieren, eine Abkürzung auszuschreiben oder einen Begriff
abzukürzen, um einen Absatz um eine Zeile zu verlängern oder zu
verkürzen und so unschöne Umbrüche zu verhindern.
Auch eine geringfügige Vergrößerung oder Verkleinerung von Abbildungen
kann unschöne Umbrüche vermeiden.

Unschöne Umbrüche zeigen sich in der Log"=Datei durch Einträge wie dem
folgenden:
\par\noindent
\begin{verbatim}[\small]
Underfull \vbox (badness 10000) has occurred while \output is active []

 [8] [9]
\end{verbatim}
\par\noindent
Die Zeile sagt, dass eine Seite durch Strecken der Absätze gefüllt
werden musste. 
Der Wert \verb|badness| zeigt an, wie "`schlimm"' das
Auseinanderziehen sein musste.
Der hier gezeigte Wert \np{10000} stellt das Maximum ("`unendlich"')
an.
Wenn die \emph{badness} kleine Werte im Bereich bis ca.\ \np{1500}
hat, kann die Seite noch ohne Veränderung akzeptabel sein.
Auf jeden Fall sollten Seiten mit dieser Warnung immer angeschaut
und im Einzelfall entschieden werden, ob eingegriffen werden
muss.
Das Umbruchproblem ist im Normalfall auf der Seite mit der Seitenzahl
entstanden, das der Warnung folgt.
Hier also auf Seite~8.

Es gibt auch weitere Fälle, die zwar nicht zu einem Auseinanderziehen
von Absätzen führen, aber dennoch verhindert werden sollten.
So kann es zum Beispiel passieren, dass die letzte Zeile eines
Abschnitts einsam auf der Folgeseite steht (sog.\ "`Hurenkind"'), wie
in Bild~\ref{fig:umbruch3} gezeigt.
%
\begin{figure}
  \centering
  \fboxsep0mm%
  \subfigure[Einzelne Zeile auf der Folgeseite]{%
    \fbox{%
      \includegraphics[width=0.24\linewidth,page=1]{bilder/seiten/umbruch3}}%
    \fbox{%
      \includegraphics[width=0.24\linewidth,page=2]{bilder/seiten/umbruch3}}%
    \label{fig:umbruch3a}%
  }%
  \hfill
  \subfigure[Problem behoben durch vergrößerten Satzspiegel]{%
    \fbox{%
      \includegraphics[width=0.24\linewidth,page=1]{bilder/seiten/umbruch3a}}%
    \fbox{%
      \includegraphics[width=0.24\linewidth,page=2]{bilder/seiten/umbruch3a}}%
    \label{fig:umbruch3b}%
  }%
  \caption[Verbesserung des Layouts durch manuelle Eingriffe in den
  Umbruch]{Verbesserung des Layouts durch manuelle Eingriffe in den
    Umbruch.
    Zur Verdeutlichung wird der normale Satzspiegel durch den
    eingezeichneten Kasten markiert.}%
  \label{fig:umbruch3}%
\end{figure}%
%
Hier kann zum Beispiel wieder eine Vergrößerung des Satzspiegels
helfen.

Auch Fußnoten selbst können Probleme bereiten. 
Unter Umständen kann es dazu kommen, dass Fußnoten über zwei Seiten
umbrochen werden.
Häufig stellt dies kein Problem dar, beispielsweise wenn der erste
Teil der Fußnote auf einer geraden, der zweite Teil auf einer
ungeraden Seite ist und nicht nur wenige Worte umbrochen wurden.
Manchmal sind die Umbrüche jedoch auch sehr ungeschickt, so dass sie
vermieden werden sollten.
Da \LaTeX\ nicht entscheiden kann, wann ein Umbruch in einer Fußnote
akzeptabel ist, wird nur eine Warnung ins Logfile ausgegeben:
\par\noindent
\begin{verbatim}[\small]
Package fnbreak Warning: Footnote 1 has been split over different pages:
(fnbreak)                page 8 to page 9.
\end{verbatim}
\par\noindent
Hier sollten die Seiten~8 und 9 angeschaut werden und entschieden
werden, ob die Fußnote verändert werden muss oder nicht.

Ein Vergrößern bzw.\ Verkleinern des Satzspiegels geschieht durch
Einfügen des Befehls
\begin{verbatim}[\small\makeescape\|\makebgroup\[\makeegroup\]]
\enlargethispage{|meta[Maß]}
\end{verbatim}
auf beide Seiten, die in der Größe verändert werden sollen.
Dabei sollte meist ein Vielfaches des Zeilenabstandes verwendet
werden, also z.\,B.
\begin{verbatim}[\small]
\enlargethispage{-2\baselineskip}
\end{verbatim}
Es sollte aber darauf geachtet werden, dass die Veränderungen gering
bleiben, besonders beim Vergrößern des Satzspiegels.
Dabei stellen \verb|1\baselineskip| und \verb|-2\baselineskip| die
Grenzen dar, die nicht überschritten werden sollten.

Dieser Feinschliff muss als allerletzte Arbeit erfolgen, nach dem
letzten Korrekturlesen, da auch kleine Änderungen am Dokument große
Änderungen bei diesen Umbruchproblemen bewirken können.
Außerdem müssen die Arbeiten von vorne nach hinten durchgeführt werden
und nach jeder Änderung neu übersetzt werden, da eine Änderung vorne
unweigerlich Änderungen weiter hinten im Dokument nach sich zieht.

Die Arbeit ist zeitaufwändig und erfordert einiges
Fingerspitzengefühl, um gute Ergebnisse erzielen zu können.
Es kann sinnvoll sein, dass diese Arbeiten von einer Person
durchgeführt werden, die hiermit Erfahrung besitzt.
Sprechen Sie darüber mit dem zuständigen Lektor beim Teubner Verlag.

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%%% Local Variables: 
%%% mode: latex
%%% TeX-master: "bgteubner"
%%% End: 
