%
% bgteubner class bundle
%
% tex_globales.tex
% Copyright 2003--2012 Harald Harders
%
% This program may be distributed and/or modified under the
% conditions of the LaTeX Project Public License, either version 1.3
% of this license or (at your opinion) any later version.
% The latest version of this license is in
%    http://www.latex-project.org/lppl.txt
% and version 1.3 or later is part of all distributions of LaTeX
% version 1999/12/01 or later.
%
% This program consists of all files listed in manifest.txt.
% ===================================================================
\chapter{Globales}%
\texindex{Globales}%

Zur Erstellung der Bücher für den Teubner Verlag werden die
Dokumentklasse \verb|bgteubner| sowie einige weitere Dateien, wie
zusätzliche notwendige Pakete, zur Verfügung gestellt.
Wie sie installiert werden können, ist in einer Installationsanleitung
ab Seite~\pageref{chap:installation} erläutert.
In diesem Teil der Anleitung wird dargestellt, wie das im vorigen Teil
vorgestellte Layout mit \LaTeX\ verwirklicht wird.

% ===================================================================
\section{Aufbau des Dokumentes}%
\label{sec:tex:aufbau}%
\texindex{Aufbau}%

Zur Erstellung eines Buches wird die Dokumentklasse
\verb|bgteubner.cls|\clsindex{bgteubner.cls} verwendet, die am Beginn
des Dokuments mit folgender Zeile aufgerufen wird:
\begin{verbatim}[\small\makeescape\|\makebgroup\[\makeegroup\]]
\documentclass|oarg[Sprachen,Optionen]{bgteubner}
\end{verbatim}
\macroindex{documentclass}%
Als Sprachen müssen alle im Dokument verwendeten Sprachen angegeben
werden.
Dazu gehören auch alle im Literaturverzeichnis vorkommenden Sprachen.
Die "`Hauptsprache"' des Buchs wird als \emph{letzter} Eintrag
angegeben.
Beispielsweise führt der Eintrag
\begin{verbatim}[\small]
\documentclass[frenchb,english,ngerman]{bgteubner}
\end{verbatim}
\optindex{frenchb}\optindex{english}\optindex{ngerman}%
zu einem deutschen Buch nach neuen Rechtschreibregeln, in dem
englische und französische Sprachabschnitte erlaubt sind.
Sollte das Buch noch nach alten Regeln geschrieben werden, so kann
statt \verb|ngerman| \verb|german|\optindex{german} verwendet werden.
Es ist nicht notwendig und nicht zulässig, eine Sprache explizit mit
einem der Pakete \verb|babel|\styindex{babel} oder \verb|(n)german| zu
wählen, da die Klasse \verb|bgteubner| schon alles notwendige
einstellt.\footnote{Intern wird \texttt{babel} verwendet.}
Sollten französische Abschnitte oder Literaturverweise vorkommen, so
verwenden Sie bitte die Sprachoption \verb|frenchb| statt
\verb|french|, da das \verb|babel|"=Paket dort einen Bug enthält, der
bei \verb|frenchb| nicht auftritt.

Als \meta{Optionen} können unterschiedliche Dinge dienen.
Tabelle~\ref{tab:klassenoptionen} gibt einen Überblick.
%
\begin{table}%
  \begin{minipage}{\linewidth}
  \centering
  \def\default{{\rmfamily*}}%
  \caption{Klassenoptionen der Klasse \texttt{bgteubner}.
    Defaultmäßig aktivierte Optionen sind mit einem \default\
    gekennzeichnet.}%
  \index{MathTime}%
  \index{MathTimePlus|see{MathTime}}%
  \index{Y\,\&\,Y!MathTime|see{MathTime}}%
  \label{tab:klassenoptionen}%
  \begin{tabular}{>{\ttfamily}ll}
    \toprule
    \rmfamily Option& Erklärung \\
    \midrule
    a5paper& Papiergröße \acro{DIN"~A\,5}, vgl.\
    Abschnitt~\ref{sec:seitenformat} \\
    17x24paper\default& Papiergröße $\np[mm]{170}\times\np[mm]{240}$,
    vgl.\ Abschnitt~\ref{sec:seitenformat} \\
    \midrule
    times\default & Verwendung der Times als Brotschrift, vgl.\
    Abschnitt~\ref{sec:schrift} \\
    mathtime & Verwendung der Times als Brotschrift mit MathTime- und
    MathTimePlus"=\\
    & Schriften von Y\,\&\,Y\footnote{Die MathTime"= und
      MathTimePlus"=Schriftfamilien verbessern den mathematischen
      Schriftsatz erheblich. Sie sind bei Y\,\&\,Y
      (\url{http://www.yandy.com}) kommerziell erhältlich. Es wird nur die
      vollständige Kombination aus MathTime und MathTimePlus
      unterstützt.}, vgl.\ Abschnitt~\ref{sec:schrift} \\
    cm& European Computer Modern als Brotschrift, vgl.\
    Abschnitt~\ref{sec:schrift} \\
    \midrule
    arrowvec\default & Vektoren mit Pfeil, Matrizen doppelter Pfeil,
    vgl.\ Abschn.~\ref{sec:mathematik} \\
    boldvec& Vektoren und Matrizen fett,
    vgl.\ Abschn.~\ref{sec:mathematik} \\
    ulinevec& Vektoren einmal, Matrizen doppelt unterstrichen,
    vgl.\ Abschn.~\ref{sec:mathematik} \\
    \midrule
    greybox& Graue Kästen wie Beispiel~\ref{bsp:important} zulassen \\
    exercisetotoc& Aufgaben ins Inhaltsverzeichnis \\
    answertotoc& Lösungen (und Aufgaben) ins Inhaltsverzeichnis \\
    draft& Entwurfsstadium \\
    titlepage& Setzt die Titelseite auch ohne die Option
    \texttt{draft} \\
    \midrule
    normaltheorem\default & Setzt theoremartige Umgebungen in normaler
    Schriftgröße \\
    smalltheorem & Setzt theoremartige Umgebungen in \cs{small} \\
    \bottomrule
  \end{tabular}
\end{minipage}
\end{table}%
%
Die meisten Optionen sollten ohne weitere Erklärung verständlich sein.

Die Option \texttt{draft} verändert einige Kleinigkeiten.
Ist sie gesetzt, kann ein Titelblatt erzeugt werden, auf dem die
Autoren, der Titel, die Auf"|lage sowie das Übersetzungsdatum gesetzt
werden.
Weiterhin wird auf fast allen Seiten am unteren Papierrand gesetzt,
wann das Dokument übersetzt wurde.
Schließlich werden Zeilen mit einem schwarzen Balken markiert, in
denen der Umbruchalgorithmus von \LaTeX\ kein zufriedenstellendes
Ergebnis erzielen konnte.\footnote{Dazu mehr in
  Abschnitt~\ref{sec:tex_silbentrennung}.}
Die Option \texttt{draft} wird \emph{nicht} an das
\texttt{graphics}"=Paket weitergereicht, so dass trotz gesetzer
\texttt{draft}"=Option die mit \cs{includegraphics} eingebundenen
Bilder wirklich eingebunden werden.
Möchten Sie, um Zeit zu sparen, nur Platzhalter angezeigt bekommen,
können Sie dies erreichen, indem Sie \emph{vor der}
\cs{documentclass}"=Zeile folgende Zeile einfügen:
\begin{verbatim}[\small]
\PassOptionsToPackage{draft}{graphicx}
\end{verbatim}
Mit der Option \texttt{titlepage} wird das Titelblatt ohne die
anderen Auswirkungen von \texttt{draft} gesetzt.

Zur Übergabe an den Verlag darf weder die Option \texttt{draft} noch
die Option \texttt{titlepage} gesetzt sein, da der Verlag die Titelei
(Schmutztitel, Titelblatt und Impressum) unabhängig von der
übergebenen Datei erzeugt.

Falls Sie nicht wie empfohlen direkt eine \acro{PDF}"=Datei erzeugen
wollen, sondern den Umweg über
\index{dvi-Datei@\acro{DVI}"=Datei}\acro{DVI} und PostScript gehen
wollen, müssen Sie zur Übersetzung dennoch \pdfLaTeX\ verwenden und
noch vor dem \cs{documentclass}"=Befehl (also normalerweise als
allererste Zeile) folgende Zeile einfügen:
\begin{verbatim}[\small]
\pdfoutput=0
\end{verbatim}
Allerdings sollte möglichst direkt \acro{PDF} erzeugt werden, da das
so generierte Dateiformat sauberer als über den Umweg ist.

%\pagebreak[1]%
Nach dem Laden der Dokumentklasse sollte mit\nopagebreak
\begin{verbatim}[\small\makeescape\|\makebgroup\[\makeegroup\]]
\usepackage|oarg[Zeichenkodierung]{inputenc}
\end{verbatim}
\macroindex{inputenc}%
der vom verwendeten Betriebssystem benutzte
Zeichensatz\texindex{Zeichensatz} eingestellt werden.
Dadurch ist es möglich, im Quelltext Umlaute und andere Sonderzeichen
wie æ oder ø direkt einzugeben.
Für Unix\texindex{Unix!Zeichensatz}\texindex{Zeichensatz!Unix} ist statt
\meta{Zeichenkodierung} normalerweise \verb|latin1|\srcindex{latin1}%
\texindex{inputenc@\texttt{\textbackslash inputenc}!latin1@\texttt{latin1}}, 
für Windows\texindex{Windows!Zeichensatz}\texindex{Zeichensatz!Windows}
\verb|ansinew|\srcindex{ansinew}% 
\texindex{inputenc@\texttt{\textbackslash inputenc}!latin1@\texttt{ansinew}}
einzusetzen.
Pakete wie \texttt{dosuml} oder \texttt{umlaut} dürfen \emph{nicht}
verwendet werden.

Nun können, falls nötig, mit dem
\cs{usepackage}"=Befehl\macroindex{usepackage} weitere Pakete
geladen werden.
Dabei sollte aber sehr sparsam vorgegangen werden, um das Aussehen des
Buchs nicht zu sehr zu verändern.
In Tabelle~\ref{tab:pakete_tabu} ist eine Tabuliste enthalten, die
Pakete aufzeigt, die entweder sowieso schon geladen werden oder das
Aussehen in einer unzulässigen Weise verändern würden.
%
\begin{table}%
  \centering
  \caption[Eine Auswahl an Paketen, die auf keinen Fall zusätzlich
  geladen werden dürfen]{Eine Auswahl an Paketen, die auf keinen
    Fall zusätzlich geladen werden dürfen, da sie das Layout zu sehr
    verändern oder schon verwendet werden.
    Hier besteht natürlich kein Anspruch auf
    Vollständigkeit.}% 
  \texindex{Tabuliste}%
  \label{tab:pakete_tabu}%
  \begin{tabular}{*{5}{>{\ttfamily}l}}
    \toprule
    \multicolumn{5}{c}{automatisch geladene Pakete}\\
    \midrule
    amsbsy\styindex{amsbsy}&
    amsfonts\styindex{amsfonts}&
    amsgen\styindex{amsgen} &
    amsmath\styindex{amsmath}&
    amsopn\styindex{amsopn}\\
    amssymb\styindex{amssymb}&
    amstext\styindex{amstext}&
    array\styindex{array}&
    babel\styindex{babel}&
    babelbib\styindex{babelbib} \\
    booktabs\styindex{booktabs}&
    calc\styindex{calc}&
    color\styindex{courier}&
    courier\styindex{courier}&
    everysel\styindex{everysel} \\
    exscale\styindex{exscale}&
    fixltx2e\styindex{fixltx2e}&
    fixmath\styindex{fixmath}&
    fnbreak\styindex{fnbreak}&
    fontenc\styindex{fontenc} \\
    graphics\styindex{graphics}&
    graphicx\styindex{graphicx}&
    helvet\styindex{helvet}&
    hfoldsty\styindex{hfoldsty}&
    hhsubfigure\styindex{hhsubfigure} \\
    hhinputenc\styindex{hhinputenc}&
    hhtensor\styindex{hhtensor}&
    ifpdf\styindex{ifpdf}&
    ifthen\styindex{ifthen}&
    keyval\styindex{keyval} \\
    longtable\styindex{longtable}&
    makeidx\styindex{makeidx}&
    mathcomp\styindex{mathcomp}&
    mathptmx\styindex{mathptmx}&
    mdwlist\styindex{mdwlist} \\
    multicol\styindex{multicol}&
    numprint\styindex{numprint}&
    onlyamsmath\styindex{onlyamsmath}&
    paralist\styindex{paralist}&
    ragged2e\styindex{ragged2e} \\
    relsize\styindex{relsize}&
    scrlfile\styindex{scrlfile}&
    scrpage2\styindex{scrpage2}&
    setspace\styindex{setspace}&
    slantsc\styindex{slantsc} \\
    subfloat\styindex{subfloat}&
    textcomp\styindex{textcomp}&
    trig\styindex{trig}&
    typearea\styindex{typearea}&
    warning\styindex{warning} \\
    wasysym\styindex{wasysym} \\
    \midrule
    \multicolumn{5}{c}{Pakete, die eine andere Schrift wählen}\\
    \midrule
    ae\styindex{ae}&
    avant\styindex{avant}&
    avantgar\styindex{avantgar}&
    bookman\styindex{bookman}&
    chancery\styindex{chancery} \\
    charter\styindex{charter}&
    cmbright\styindex{cmbright}&
    concmath\styindex{concmath}&
    eco\styindex{eco}&
    helvetic\styindex{helvetica} \\
    lmodern\styindex{lmodern} &
    lucidabr\styindex{lucidabr}&
    lucidaso\styindex{lucidaso}&
    mathpazo\styindex{mathpazo}&
    mathptm\styindex{mathptm} \\
    mathsans\styindex{mathsans}&
    mathtime\styindex{mathtime}&
    ncntrsbk\styindex{ncntrsbk}&
    newcent\styindex{newcent}&
    palatcm\styindex{palatcm} \\
    palatino\styindex{palatino}&
    times\styindex{times}&
    utopia\styindex{utopia}&
    zapfchan\styindex{zapfchan}&
    zefonts\styindex{zefonts} \\
    \midrule
    \multicolumn{5}{c}{Pakete, die das Layout verändern}\\
    \midrule
    caption\styindex{caption}&
    caption2\styindex{caption2}&
    doublespace\styindex{doublespace}&
    endfloat\styindex{endfloat}&
    fancyhdr\styindex{fancyhdr} \\
    fncychap\styindex{fncychap}&
    fnpara\styindex{fnpara}&
    ftcap\styindex{ftcap}&
    fullpage\styindex{fullpage}&
    geometry\styindex{geometry} \\
    germbib\styindex{germbib}&
    hangcaption\styindex{hangcaption}&
    hangftn\styindex{hangftn}&
    here\styindex{here}&
    hyperref\styindex{hyperref} \\
    indentfirst\styindex{indentfirst}&
    landscape\styindex{landscape}&
    sectsty\styindex{sectsty}&
    subfigure\styindex{subfigure}&
    titlesec\styindex{titlesec} \\
    \midrule
    \multicolumn{5}{c}{Sprach"= und sonstige Pakete}\\
    \midrule
    french\styindex{french}&
    frenchle\styindex{frenchle}&
    german\styindex{german}&
    ngerman\styindex{ngerman} \\
    \bottomrule
  \end{tabular}
\end{table}%
%
Tabelle~\ref{tab:pakete_gut} enthält Pakete, die sinnvoll eingesetzt
werden können.
%
\begin{table}%
  \caption{Eine Auswahl an Paketen, die sinnvoll eingesetzt werden
    können}%
  \label{tab:pakete_gut}%
  \begin{minipage}{\linewidth}
    \centering
    \begin{tabular}{>{\ttfamily}l>{\RaggedRight}p{0.8\linewidth}}
      \toprule
      Paket& Beschreibung\\
      \midrule
      contour\styindex{contour}& Umrandete Schrift, um Beschriftungen
      über Bilder zu legen\\ 
      dcolumn\styindex{dcolumn}& Ausrichtung von Zahlen in Tabellen\\
      eurosym\styindex{eurosym}& Bietet mit der Option \env{gen} das
      Eurosymbol \euro\ mit dem Befehl \cs{euro}\footnote{Der vom
        Paket \texttt{textcomp} zur Verfügung gestellte Befehl
        \cs{texteuro} erzeugt mit der Times einen schwarzen Kasten,
        mit der European Computer Modern ein hässliches Symbol und
        sollte daher nicht verwendet werden.}\\
      fixme\styindex{fixme}& Anmerkungen im Rand für ausstehende
      Änderungen\\
      float\styindex{float}& Richtet weitere Fließumgebungen ein
      (vgl.\ dazu Abschnitt~\ref{sec:tex:fliessumgebung})\\
      miller\styindex{miller}& Millersche Indizes (Werkstoffkunde)\\
      nicefrac\styindex{nicefrac}& Textbrüche mit schrägem Bruchstrich\\
      overpic\styindex{overpic}& Text o.\,ä.\ über Bilder setzen\\
      url\styindex{url}& \acro{WWW}"=Adressen etc.\ setzen. Sollte
      geladen werden, wenn im Literaturverzeichnis das Feld
      \texttt{url} verwendet wird.\\
      verbatim\styindex{verbatim}& Listings etc.\ setzen\\
      \bottomrule
    \end{tabular}
  \end{minipage}%
\end{table}%

Nach dem Laden zusätzlicher Pakete können noch eigene Befehle
definiert werden und beispielsweise globale Trennhilfen mit dem
\cs{hyphenation}"=Befehl gegeben werden.
Werden Umlaute im \cs{hyphenation}"=Befehl direkt eingegeben, können
auch diese verarbeitet werden.

Um das Stichwortverzeichnis erzeugen zu können, muss in die Präambel
der
\feinschliff{\cs{makeindex}"=Befehl}{Befehl \cs{makeindex}}%
  {Befehl \cs{makeindex}}{Befehl \cs{makeindex}}
aufgenommen werden.

Danach wird der Textteil des Dokuments mit
\cs{begin\{document\}}\macroindex{begin\{document\}} begonnen.
Um die römische Seitennummerierung einzuschalten, die auf den ersten
Seiten des Dokuments gelten soll, muss der Befehl \cs{frontmatter}
folgen.

Darauf folgen die Definitionen einiger Dinge wie Titel, Autorennamen
usw.
\emph{Sie sollten auch dann angegeben werden, wenn kein Titelblatt erzeugt
werden soll, da sie als Informationen in der \acro{PDF}"=Datei
gespeichert werden.\footnote{Vgl.\ dazu
  Anhang~\ref{sec:pdf-informationen}.}}
Im Einzelnen werden folgende Befehle verwendet:
\begin{itemize*}
\item \cs{title\marg{Titel}}\macroindex{titel}\texindex{Titel}
  definiert den Titel des Buches.
\item Der Befehl
  \cs{subtitle\marg{Untertitel}}\macroindex{untertitel}%
  \texindex{Untertitel} ist optional und erzeugt einen Untertitel, der
  kleiner unterhalb des Titels gesetzt wird.
\item \sloppypar 
  Die Autoren werden mit dem Befehl\texindex{Autor}
  \cs{author\marg{Autor}}\macroindex{autor} angegeben.
\item \cs{edition\marg{Auf"|lagennummer}}\macroindex{edition}%
  \texindex{Auflagennummer@Auf\/lagennummer} definiert die Auf"|lage
  des Buchs, sie wird als einfache, arabische Zahl angegeben. 
\item Mit dem Befehl \cs{dedication\marg{Widmung}} kann eine Widmung
  definiert werden. 
  Sie wird nach der Titelseite gesetzt, sofern der
  \cs{maketitle}"=Befehl verwendet wird.
\end{itemize*}
Diese Befehle sollen alle \emph{nach} dem \cs{begin\{document\}}
stehen, da es ansonsten Schwierigkeiten mit Umlauten geben
kann.\footnote{Das \texttt{babel}"=Paket schaltet die Sonderbehandlung
  des doppelten Anführungsstrichs, z.\,B.\ für Umlaute, im Quelltext
  erst dort an.} 

Die Titelseiten\texindex{Titelseiten} werden schließlich durch die
Verwendung des Befehls \cs{maketitle}\macroindex{maketitle} erzeugt.
Er sollte auch dann verwendet werden, wenn aufgrund der
Klassenoptionen keine Titelseite erzeugt wird (unter Anderem deshalb,
weil eine eventuelle Widmung dennoch durch den 
\feinschliff{Befehl \cs{maketitle}}{\cs{maketitle}"=Befehl}%
  {\cs{maketitle}"=Befehl}{\cs{maketitle}"=Befehl}
gesetzt wird).

Nach dem \texindex{Vorwort}Vorwort, das im
Abschnitt~\ref{sec:vorwort} beschrieben wird, folgt das
Inhaltsverzeichnis\texindex{Inhaltsverzeichnis}, erzeugt mit folgendem
Befehl:
\begin{verbatim}[\small]
\tableofcontents
\end{verbatim}
\macroindex{tableofcontents}%

Nun folgt der eigentliche Inhalt des Buches.
Dies wird durch den Befehl \cs{mainmatter} gekennzeichnet.

Die einzelnen Kapitel\texindex{Kapitel} sollten, um das Projekt
übersichtlich zu halten, in einzelnen Dateien untergebracht werden,
die jeweils mit Hilfe des \cs{include}"=Befehls eingebunden
werden.

Der Anhang\texindex{Anhang} wird mit dem Befehl
\begin{verbatim}[\small]
\appendix
\end{verbatim}
\macroindex{appendix}%
begonnen.
Für die einzelnen Anhänge gilt das gleiche wie für die Kapitel des
Buches.

Das Dokument wird mit dem Befehl \cs{end\{document\}} abgeschlossen.
Es ist nicht notwendig, das Stichwortverzeichnis aufzurufen, da dies
automatisch geschieht.

\subsection*{Beispiel}%
\texindex{Beispiel!\LaTeX"=Datei}%

Im Folgenden wird eine mögliche Hauptdatei für ein Buch des
Teubner Verlags gezeigt:

{\small\verbatiminput{beispiel1}}

Eine Datei, die ein Kapitel enthält, kann dann etwa so aussehen (am
Beispiel der Datei \url{kapitel2.tex}):

{\small\verbatiminput{kapitel2}}


% ===================================================================
\section{Vorwort}%
\label{sec:vorwort}%
\texindex{Vorwort}%

Das Vorwort wird mit folgender Befehlszeile eingeleitet:
\begin{verbatim}[\small\makeescape\|\makebgroup\[\makeegroup\]]
\preface|marg[Überschrift]%
\end{verbatim}
\macroindex{preface}%
\meta{Überschrift} kennzeichnet den Text, der als Überschrift gesetzt
wird.
Normalerweise wird dies "`Vorwort"' sein.
Bei späteren Auf"|lagen können aber mehrere Vorworte
aufeinanderfolgen, wobei dann auch "`Vorwort zur ersten Auf"|lage"'
o.\,ä.\ verwendet werden kann.
Es folgt ganz normaler Text.

Abgeschlossen wird das Vorwort mit einer Zeile ähnlich der folgenden:
\begin{verbatim}[\small]
\signature{Braunschweig}{im Januar 2004}{Harald Harders}
\end{verbatim}
\macroindex{signature}%
Hier müssen natürlich das Datum und die Namen der Autoren ausgetauscht
werden.

% ===================================================================
\section{Schriften und Auszeichnungen}%
\label{sec:tex:auszeichnungen}%
\texindex{Schrift}%

Ob Times oder European Computer Modern als Brotschrift verwendet wird,
wird, wie im Abschnitt~\ref{sec:tex:aufbau} beschrieben, durch die
Klassenoptionen \verb|times| und \verb|cm| bestimmt.
Auf Schriftgrößenveränderungen durch die Verwendung der Befehle
\cs{small}\macroindex{small}, \cs{large}\macroindex{large},
\cs{Large}\macroindex{Large} usw.\ soll im Normalfall verzichtet
werden.

Eine Auszeichnung im Text, z.\,B.\ zur Betonung oder bei der Definition
neuer Begriffe, erfolgt durch \emph{Kursivstellen}\texindex{kursiv}
mit dem Befehl \cs{emph\{\meta{Text}\}}.\macroindex{emph}
Der Befehl \cs{em}\macroindex{em} war Bestandteil von \LaTeX\ 2.09
und ist nicht mehr aktuell.
Um ein logisches Markup zu ermöglichen, stellt die
Klasse \verb|bgteubner| die Befehle \cs{new\marg{neuer Begriff}},
\cs{person\marg{Name}} und \cs{engl\marg{englischer Begriff}}
zur Verfügung, die jeweils den in ihrem Argument auftretenden Text
kursiv stellen.
Manche Autoren wollen Namen in Kapitälchen schreiben. 
Sie können den Befehl \cs{person} folgendermaßen umdefinieren:
\begin{verbatim}[\small]
\let\person=\textsc
\end{verbatim}
Wenn die European Computer Modern als Brotschrift verwendet wird, wird
das Paket \verb|slantsc| \cite{slantsc2003a} von der Dokumentklasse
\verb|bgteubner| geladen.
Dann können auch Kapitälchen kursiv gesetzt werden.
Da für die Times keine kursiven Kapitälchen verfügbar sind, ist dies
dort leider nicht möglich.
Tritt zum Beispiel der neue \cs{person}"=Befehl in einem mit \cs{emph}
hervorgehobenen bereich auf,\footnote{Dieses Beispiel funktioniert
  entsprechend auch nur, wenn die European Computer Modern verwendet
  wird.
  Wenn Sie die Times benutzen, werden die Kapitälchen auch in kursiven
  Umgebungen aufrecht gedruckt.}
\begin{verbatim}[\small]
Das \emph{ist \textsc{Donald Knuth}, der Erfinder} von \LaTeX,
\end{verbatim}
sieht dass dann so
\iftimes{}{%
\begin{quote}
Das \emph{ist \textsc{Donald Knuth}, der Erfinder} von \LaTeX,
\end{quote}
statt so}
\begin{quote}
Das \emph{ist }\textsc{Donald Knuth}\emph{, der Erfinder} von \LaTeX,
\end{quote}
aus.\iftimes{\footnote{Leider kann der Effekt bei Verwendung der Times
    nicht gezeigt werden, und es muss mit der Einschränkung gelebt
    werden, dass Kapitälchen aufrecht sind.}}{}

\begin{advanced}
  Durch die Verwendung des \verb|slantsc|"=Pakets ändert sich eine
  Kleinigkeit bei der Wahl der Schriftschnitte, die normalerweise selten
  auftritt.
  Wenn Sie mit \cs{scshape} auf Kapitälchen schalten, schalten die
  Befehle \cs{upshape}, \cs{itshape} und \cs{slshape} Kapitälchen
  nicht aus.
  Stattdessen müssen Sie entweder den Befehl \cs{noscshape}"=Befehl
  verwenden oder den Kapitälchenbereich einklammern, z.\,B.\ durch
\begin{verbatim}[\footnotesize\makeescape\|\makebgroup\[\makeegroup\]]
|meta[normaler Text] {\scshape |meta[Text in Kapitälchen]} |meta[normaler Text]
\end{verbatim}
  oder
\begin{verbatim}[\footnotesize\makeescape\|\makebgroup\[\makeegroup\]]
|meta[normaler Text] \textsc{|meta[Text in Kapitälchen]} |meta[normaler Text].
\end{verbatim}
  Dabei ist das Einklammern normalerweise vorzuziehen.
\end{advanced}

Doppelte Anführungsstriche\texindex{Anführungszeichen} werden mit
\verb|"`|\texindex{"`} und \verb|"'|\texindex{"'}, mit
\verb|">|\texindex{">} und \verb|"<|\texindex{"<},  bzw.\ mit 
\cs{glqq}\macroindex{glqq} und \cs{grqq}\macroindex{grqq}
erzeugt.\footnote{Diese Befehle wurden so umdefiniert, dass sie
  korrektes Kerning erlauben.}
Einfache Anführungsstriche werden mit \cs{glq}\macroindex{glq} und
\cs{grq}\macroindex{grq} geschrieben.

Wenn als Brotschrift European Computer Modern gewählt wurde, werden
Zahlen im Text automatisch als 
\texindex{Mediävalziffer}\texindex{Ziffer!Mediäval-}%
Mediävalziffern\footnote{Vgl.\ Abschnitt~\ref{sec:schrift}.}
geschrieben.
Sollten an einer bestimmten Stelle außerhalb mathematischer Ausdrücke
dennnoch einmal
Versalziffern\texindex{Versalziffer}\texindex{Ziffer!Versal-}
verwendet werden, so kann dies durch Verwendung des Befehls
\cs{newstylenums\{\meta{Zahl}\}}\macroindex{newstylenums} getan
werden.\footnote{Bei der Verwendung von Times wird \cs{newstylenums}
  ignoriert.} 
Mathematische Ausdrücke müssen \emph{immer} wirklich im mathematischen
Modus (eingeklammert durch \verb|$|\ldots\verb|$|\srcindex{\$} bzw.\
\cs{(}\ldots\cs{)})\macroindex{(}\macroindex{)} geschrieben
werden.
Dadurch werden dort die Zahlen automatisch als Versalziffern
gesetzt.

% ===================================================================
\section{Absätze}%
\texindex{Absatz}%

Wie in \LaTeX\ üblich, werden Absätze im Quelltext durch eine
Leerzeile gekennzeichnet.\footnote{Es kann auch \cs{par} verwendet
  werden.
  Allerdings gliedert eine Leerzeile den Quelltext besser lesbar.}
\emph{Befehle wie \cs{\textbackslash}, \cs{newline} oder
  \cs{linebreak} erzeugen keinen neuen Absatz und dürfen nicht zu
  diesem Zweck verwendet werden.}
Wenn Ihnen zu oft ein Absatzeinzug auftritt, liegt das wahrscheinlich
daran, dass Sie zur Gliederung des Quelltextes Leerzeilen eingebaut
haben.
Wie das Problem behoben wird, wird im Laufe dieses Abschnitts
beschrieben.

Der Einsatz von Leerzeilen im Quelltext bei abgesetzten Formeln ist am
einfachsten anhand der Beispiele aus Abschnitt~\ref{sec:allg_absaetze}
zu erkennen.
Soll nach der Formel kein Absatz erfolgen, ist auch keine Leerzeile zu
setzen.
Beispiel~\ref{ex:absatz_bsp1} auf Seite~\pageref{ex:absatz_bsp1}
wurde folgendermaßen erzeugt:
\begin{verbatim}[\small]
Irgendwann vor unserer Zeit wurde der mathematische Satz des
Pythagoras,
\begin{align*}
  a^2+b^2 &= c^2\,,
\end{align*}
entdeckt.
Er besagt, dass die Längen eines rechtwinkligen Dreiecks
zueinander in Beziehung stehen.
\end{verbatim}
Soll ein Absatz erzeugt werden, muss eine Leerzeile gesetzt werden
(Beispiel~\ref{ex:absatz_bsp2}):
\begin{verbatim}[\small]
Aus den Längenbeziehungen der Kanten eines rechtwinkligen 
Dreiecks folgt der Satz des Pythagoras
\begin{align*}
  a^2+b^2 &= c^2\,.
\end{align*}

Anders sieht es bei schiefwinkligen Dreiecken aus.
Dort gilt eine entsprechende Gleichung nicht.
\end{verbatim}
%
\emph{Es ist also nicht möglich, den Quelltext durch Einfügen von
Leerzeilen zu gliedern, da dadurch unerwünschte Absätze eingefügt
werden!}
Um dennoch eine ähnliche Gliederung zu erreichen, ist es möglich,
Zeilen einzufügen, die nur ein Kommentarzeichen (\verb|%|) enthalten.
Obiges Beispiel sieht dann so aus:
\begin{verbatim}[\small]
Irgendwann vor unserer Zeit wurde der mathematische Satz des
Pythagoras,
%
\begin{align*}
  a^2+b^2 &= c^2\,,
\end{align*}
%
entdeckt.
Er besagt, dass die Längen eines rechtwinkligen Dreiecks
zueinander in Beziehung stehen.
\end{verbatim}

% ===================================================================
\section{Teile, Kapitel und Abschnitte}%
\label{sec:tex:teile}%
\texindex{Teil}%
\texindex{Kapitel}%
\texindex{Abschnitt}%

Teilüberschriften gliedern das Buch sehr stark und sollten sparsam
verwendet werden.
Nummerierte Teile werden mit dem Befehl
\macroindex{part}\cs{part\{\meta{Überschrift}\}} erzeugt,
unnummerierte mit
\feinschliff{dem Befehl }{}{}{}%
\macroindex{addpart}\cs{addpart\{\meta{Überschrift}\}}.
In diesen Autorenrichtlinien wurden die Teile mit \cs{addpart}
erzeugt.

\feinschliff{
Wie in \LaTeX\ üblich, werden Kapitel und Abschnitte mit den
}{%
Kapitel und Abschnitte werden --~wie in \LaTeX\ üblich~-- mit den
}{%
Kapitel und Abschnitte werden --~wie in \LaTeX\ üblich~-- mit den
}{%
Kapitel und Abschnitte werden --~wie in \LaTeX\ üblich~-- mit den
}%
Befehlen \macroindex{chapter}\cs{chapter},
\macroindex{section}\cs{section},
\macroindex{subsection}\cs{subsection},
\cs{subsubsection}\macroindex{subsubsection},
\macroindex{minisec}\cs{minisec}\footnote{Der \cs{minisec}"=Befehl ist
  eine Erweiterung von \acro{KOMA}"=Script, das der
  \texttt{bgteubner}"=Klasse zugrunde liegt.} und 
\cs{paragraph}\macroindex{paragraph} gesetzt.
Für Kapitel"= und Abschnittsüberschriften existieren für unnummerierte
Überschriften die Befehle \cs{addchap}\macroindex{addchap} und
\cs{addsec}\macroindex{addsec}, die dennoch die korrekten
Kolumnentitel und einen Eintrag im Inhaltsverzeichnis erzeugen.
\cs{chapter*} und \cs{section*} sollten im Normalfall nicht verwendet
werden, da sie die Kolumnentitel nicht automatisch anpassen.
Falls ein Autor dies unbedingt dennoch tun möchte, muss er mit
\cs{markboth} bzw.\ \cs{markright} die Kolumnentitel von Hand setzen.

Die Befehle \cs{part}, \cs{addpart}, \cs{chapter} und \cs{addchap}
beginnen den nächsten Teil bzw.\ das nächste Kapitel automatisch auf
einer ungeraden Seite und sorgen dafür, dass eine eventuelle leere
Seite keinen Kolumnentitel enthält. 
\emph{Fügen Sie also keinesfalls manuelle Seitenumbrüche mit
  \cs{newpage}, \cs{clearpage} usw. ein!}

Soll ein Abschnitt ohne eigene Überschrift erzeugt werden, der durch
einen zusätzlichen Zwischenraum gekennzeichnet ist, so kann dies durch
Verwendung des Befehls \cs{bigskip}\macroindex{bigskip} vor oder
nach einer Leerzeile erzielt werden.
Der nächste Absatz wird dann automatisch nicht eingerückt.
Die Befehle \cs{medskip} und \cs{smallskip} verhalten sich wie
\cs{bigskip}, nur mit kleineren Abständen.
Sie sollen im Text nicht verwendet werden, können aber zu
Positionierung von Teilbildern usw.\ nützlich sein.

% ===================================================================
\section{Mathematik}%
\label{sec:tex:mathematik}%
\texindex{Mathematik}%


\subsection{Mathematische Umgebungen}%
\texindex{Mathematik!Umgebung}%

Bei mathematischen Ausdrücken muss zwischen im Text eingebetteten
Formeln und abgesetzten Formeln unterschieden werden.
Die eingebetteten werden entweder durch die Verwendung von
\verb|$|\dots\verb|$|\srcindex{\$} oder durch
\cs{(}\dots\cs{)}\macroindex{(}\macroindex{)} erzeugt.
Für abgesetzte Formeln dürfen nur die von
\verb|amsmath|\styindex{amsmath} \cite{amsmath1999a} bereitgestellten
Umgebungen (\verb|equation|\envindex{equation},
\verb|equation*|\envindex{equation*}, \verb|align|\envindex{align},
\verb|align*|\envindex{align*}, \verb|gather|\envindex{gather},
\verb|gather*|\envindex{gather*}, \verb|flalign|\envindex{flalign},
\verb|flalign*|\envindex{flalign*},
\verb|multiline|\envindex{multiline},
\verb|multiline*|\envindex{multiline*},
\verb|alignat|\envindex{alignat}, \verb|alignat*|\envindex{alignat*},
\verb|split|\envindex{split} sowie
\cs{[}\dots\cs{]})\macroindex{[}\macroindex{]} verwendet
werden.
Die Standard"=\TeX- bzw.\ "~\LaTeX"=Umgebungen
\verb|$$|\dots\verb|$$|\envindex{\$\$},
\verb|eqnarray|\envindex{eqnarray} und
\verb|eqnarray*|\envindex{eqnarray*} dürfen nicht verwendet werden, da
sie das gewünschte Layout verletzen.

Es besteht ein wichtiger Unterschied zwischen der
\verb|eqnarray|"=Umgebung und ihrem Ersatz, der
\verb|align|"=Umgebung:
Bei der \verb|align|"=Umgebung\envindex{align} wird die Ausrichtung
der Formeln nur durch \emph{ein einzelnes} \verb|&|"=Zeichen im
Gegensatz zu zwei Zeichen bei der \verb|eqnarray|"=Umgebung erreicht.
Das Beispiel
\begin{verbatim}[\small]
\begin{align*}
  \sin^2\alpha + \cos^2\alpha &= 1 \,, \\
                    x_2 - x_1 &= \D x \,.
\end{align*}
\end{verbatim}
ergibt folgendes Ergebnis:
\begin{align*}
  \sin^2\alpha + \cos^2\alpha &= 1\,,\\
  x_2 - x_1 &= \D x\,.
\end{align*}

Manchmal kann es vorkommen, dass eine abgesetzte Gleichung so lang
ist, dass sie über den rechten Rand heraussteht oder eine eventuelle
Gleichungsnummer in die nächste Zeile zwingt.
Wenn dieses Übermaß nur gering ist, kann es unter Umständen helfen,
den linken Einzug der Gleichung zu reduzieren.
Dies kann mit der Umgebung \env{nomathindent} mit dem optionalen
Argument \meta{Maß} erreicht werden.
\meta{Maß} ist dabei das relative Maß, um das der Einzug reduziert
wird.
So tut \cs{begin\{nomathindent\}[0.0]} nichts,
\feinschliff{}{der Aufruf}{der Aufruf}{der Aufruf}
\cs{begin\{nomathindent\}[0.5]} reduziert den Einzug auf
die Hälfte, wogegen der Aufruf
\cs{begin\{nomathindent\}[1.0]} den 
Einzug vollständig löscht. 
Wird das Maß nicht angegeben, wird der Einzug vollständig gelöscht.
Beispiel:
\begin{verbatim}[\small]
\begin{nomathindent}[0.8]
\begin{align*}
  \sin^2\alpha + \cos^2\alpha &= 1 \,.
\end{align*}
\end{nomathindent}
\end{verbatim}
ergibt folgendes Ergebnis:
\begin{nomathindent}[0.8]
\begin{align*}
  \sin^2\alpha + \cos^2\alpha &= 1 \,.
\end{align*}
\end{nomathindent}


\subsection{Zahlendarstellung}%
\texindex{Zahl}%

Die in Abschnitt~\ref{sec:mathematik} angesprochene Gliederung von
Zahlen durch kleine Zwischenräume nach jeweils drei Ziffern lässt sich
durch die Verwendung des Befehls \cs{numprint}\macroindex{numprint}
erreichen \cite{harders2001a}.
So führt beispielsweise 
\feinschliff{der Aufruf }{}{}{}%
\verb|$\numprint{1234567,1234567}$| zu folgendem Ergebnis:
"`$\numprint{1234567,1234567}$"'.
Der Befehl kann außerdem Zahlen in
Exponentialschreibweise\texindex{Zahl!Exponentialschreibweise} mit
einer kurzen Eingabe darstellen: \verb|$\numprint{1234e-15}$| ergibt
$\numprint{1234e-15}$.
Desweiteren ist auch eine reine Exponentialdarstellung möglich:
\verb|$\numprint{e12}$| ergibt $\numprint{e12}$.
Da der Befehl \cs{numprint} auch im Textmodus funktioniert, kann er
auch dort für Zahlen verwendet werden:
\cs{numprint\{1234567,1234567\}} ergibt
\numprint{1234567,1234567}.\iftimes{\footnote{Wird European Computer Modern
  verwendet, werden dann Mediävalziffern verwendet.}}{}
Der Befehl sorgt außerdem dafür, dass (sofern die deutsche Sprache
aktiv ist) immer ein Komma als Dezimalzeichen verwendet wird, selbst
wenn im Quelltext ein Punkt steht (\verb|$\numprint{3.4}$|
$\Rightarrow$ $\numprint{3.4}$).

Wenn eine Zahl einheitenbehaftet\texindex{Einheit} ist, kann diese als
optionales Argument angegeben werden, zum Beispiel ergibt
\verb|$E=\numprint[MPa]{210000}$| "`$E=\numprint[MPa]{210000}$"'.
Eine Ausnahme ist die Angabe von Grad.
Da das Gradzeichen so klein ist, wird vor ihm kein kleiner
Zwischenraum gelassen, so dass die Eingabe etwas anders ist:
\begin{verbatim}[\small]
$\numprint{90}\tcdegree$
\end{verbatim}
ergibt $\numprint{90}\tcdegree$,\footnote{Wenn Sie eine neue Version
  des \texttt{numprint}"=Pakets ab Version~1.00 verwenden, erkennt
  dieses den \cs{tcdegree}"=Befehl und setzt das Gradzeichen
  automatisch ohne Abstand.} aber Temperaturangaben werden mit
Zwischenraum gesetzt.
So ergibt
\begin{verbatim}[\small]
$\numprint[\tccelsius]{90}$
\end{verbatim}
die Ausgabe $\numprint[\tccelsius]{90}$.

Der Einheitenprefix $\tcmu$ wird aufrecht geschrieben.
Dies wird durch Verwendung des Befehls \cs{tcmu} statt \cs{mu}
erreicht.
Ebenso wird Ohm als $\tcohm$ durch Verwendung von \cs{tcohm} statt
\cs{Omega} geschrieben.

Da der Befehl \cs{numprint} für eine einheitliche Zahlendarstellung
sorgt, sollte er \emph{immer} verwendet werden, wenn eine Zahl gesetzt
wird, selbst wenn diese weniger als drei Stellen hat.

Falls die Verwendung des Befehls \cs{numprint} aus irgendwelchen
Gründen einmal nicht möglich sein sollte, können die
Dreiergruppen mit dem Befehl \cs{,} voneinander getrennt werden.
Es muss dann ein Komma (\verb|,|) als Dezimaltrenner verwendet
werden:
\begin{verbatim}[\small]
$E = 210\,000,0\,\mathrm{MPa}$
\end{verbatim}
ergibt $E = 210\,000,0\,\mathrm{MPa}$.
Wie im Beispiel zu erkennen, wird die Einheit mit dem Abstand \cs{,}
gesetzt.
\feinschliff{}{\enlargethispage{1\baselineskip}}{}{}%


\subsection{Indizes und Operatoren}%

In Abschnitt~\ref{sec:mathematik} wurde beschrieben, wann Indizes
kursiv und wann aufrecht gedruckt werden.
\LaTeX\ setzt Indizes\texindex{Index} automatisch kursiv, so dass
kursive Indizes einfach mit dem \verb|_|"=Befehl gesetzt werden
können: \verb|$C_{ijkl}$| $\Rightarrow$ $C_{ijkl}$.
Um einen Index aufrecht zu setzen, muss der Befehl \cs{mathrm} im
Index verwendet werden: \verb|$\sigma_{\mathrm{max}}$| $\Rightarrow$
$\sigma_{\mathrm{max}}$.

Mathematische Funktionen\texindex{Funktion} werden aufrecht gedruckt.
Für die meisten existieren entsprechende Befehle (\cs{sin},
\cs{exp}, usw.).
Auch Operatoren\texindex{Operator} werden, sofern vorhanden, aufrecht
gedruckt.
Für Bücher des Teubner Verlags sind die beiden Operatoren
\cs{d}\macroindex{d} für
"`Differentiell"'\texindex{Differentialoperator}\footnote{Im Textmodus
  besitzt der Befehl \texttt{\textbackslash d} die normale Funktion,
  im mathematischen Modus erzeugt er ein aufrechtes $\d$.} und
\cs{D}\macroindex{D} für
"`Differenz"'\texindex{Differenzenoperator} definiert.
Es darf nicht \cs{Delta}\macroindex{Delta} statt \cs{D}
verwendet werden, da das ein kursives Delta ergeben
würde.\iftimes{}{\footnote{Durch die Verwendung des Paketes
  \texttt{fixmath}\styindex{fixmath} werden die großen griechischen
  Buchstaben kursiv gedruckt, wie es für mathematische Symbole korrekt
  ist.}}
Das Beispiel
\begin{verbatim}[\small]
\begin{align*}
         \frac{\d(x^2)}{\d x} &= 2x \,, \\
                    x_2 - x_1 &= \D x \,.
\end{align*}
\end{verbatim}
ergibt folgendes Ergebnis:
\begin{align*}
  \frac{\d(x^2)}{\d x} &= 2x\,,\\
  x_2 - x_1 &= \D x\,.
\end{align*}

Das aufrechte "`e"' für eulersche Zahl kann mit dem Befehl \cs{e}
geschrieben werden.
Die \env{cases*}"=Umgebung entspricht der \verb|cases|"=Umgebung aus
den \acro{AMS}"=Paketen, jedoch mit einer schließenden
geschweiften Klammer.
Der \cs{equivalent}"=Befehl erzeugt $\equivalent$.
\feinschliff{}{\enlargethispage{1\baselineskip}}{}{}%

\subsection{Vektoren, Matrizen etc.}%
\texindex{Vektor}%
\texindex{Matrix}%
\texindex{Tensor}%

Führen Sie für Vektoren, Matrizen usw. bitte logisches Markup%
\texindex{logisches Markup} durch.
Das bedeutet, dass sie auf keinen Fall die Formatierung bei jedem
Vorkommen, beispielsweise durch
\cs{underline}\macroindex{underline}, festlegen.
Verwenden Sie stattdessen entsprechende Befehle, die mit der Bedeutung
des Zeichens, nicht mit dem Aussehen verknüpft sind. 
Für Vektoren ist dies der Befehl \cs{vec}\macroindex{vec}, für
Matrizen \cs{matr}\macroindex{matr}.
Dadurch ist es möglich, eine eventuelle Umformatierung eines
Variablentyps einfach durchzuführen.

Ob Vektoren und Matrizen durch Fettdruck, Unterstreichen oder Pfeile
gekennzeichnet werden, wird durch die Klassenoptionen \verb|boldvec|,
\verb|ulinevec| bzw.\ \verb|arrowvec| bestimmt (vgl.\
Tabelle~\ref{tab:klassenoptionen}).

Definieren Sie für Variablenarten, die in \LaTeX\ nicht definiert
sind, in der Präambel eigene Befehle, die die Formatierung vornehmen.
Beispiel:
\begin{verbatim}[\small]
\newcommand{\komplex}[1]{\ensuremath{\mathfrak{#1}}}%
$\komplex{a} = 3+4i$
\end{verbatim}
\macroindex{komplex}%
führt auf \newcommand{\komplex}[1]{\ensuremath{\mathfrak{#1}}}%
$\komplex{a} = 3+4i$.

Für Tensoren höherer Stufe stellt die Dokumentklasse den Befehl
\cs{tens}\macroindex{tens} zur Verfügung, der die
Symbolschreibweise eines Tensors erzeugt 
(z.\,B.\ \verb|$\tens{C}{4}$| $\Rightarrow$
$\tens{C}{4}$).\footnote{Dies hängt von der Version des Pakets
  \texttt{hhtensor} ab. 
  Bei Versionen vor 0.5 hieß der Befehl noch \cs{tensor}.}
Der Befehl \cs{trans} erzeugt ein hochgestelltes, aufrechtes
Transponiert"=Zeichen
(\feinschliff{z.\,B.}{beispielsweise}{z.\,B.}{z.\,B.}
\verb|$\matr{A}\trans$| $\Rightarrow$ $\matr{A}\trans$).

Für die Spur eines Tensors (englisch \engl{trace}) wird der Befehl
\cs{tr} zur Verfügung gestellt, der $\tr$ schreibt.
Ebenso erzeugt \cs{grad} die Ausgabe $\grad$ für Gradienten.


% ===================================================================

%%% Local Variables: 
%%% mode: latex
%%% TeX-master: "bsSzM"
%%% End: 
